Mo, 22. Oktober 2018

Raumgestaltung

07.12.2012 13:28

So sorgen Sie mit dem richtigen Licht für gute Stimmung

Kaum etwas anderes beeinflusst im Alltag unsere Stimmung so sehr wie Licht. Vor allem in der dunklen Jahreszeit, wo es bereits am Nachmittag finster wird, spielt eine gute Beleuchtung daher eine wichtige Rolle für unser Wohlbefinden. Weiter gesteigert werden kann diese positive Wirkung durch einen aktuellen Trend: LED-Stripes in den verschiedensten Farben.

Halogen-Licht, (meist ungeliebte) Energiesparlampen und schließlich die LED-Technologie – so einfach wie früher mit den Glühlampen in den verschiedensten Stärken ist es heute nicht mehr, die richtige Beleuchtung in einem Raum zu inszenieren. Denn jedes der modernen Leuchtmittel hat seine Vor- und Nachteile – auf den bewussten Einsatz und die richtige Kombination kommt es an.

Licht ist nicht gleich Licht
"Sooo gemütlich", seufzen wir dankbar, wenn wir in einen matt beleuchteten Raum mit "weichem" Licht kommen. Umgekehrt empfinden wir "kaltes Licht" als den Stimmungskiller schlechthin. Wie mittlerweile verschiedenste Studien zeigen, stimmt das so nicht. Denn für manche Tätigkeiten, vor allem im Arbeitsbereich, ist gerade das verpönte kalte Licht eine wichtige Voraussetzung für eine gute Konzentrationsfähigkeit: So kann z.B. eine schlecht gewählte Beleuchtung am Arbeitsplatz die Arbeitsfähigkeit um etliche Prozentpunkte (manche Untersuchungen sprechen sogar von bis zu 30 Prozent) verschlechtern.

Und doch: Unsere Vorliebe für schimmernd-weiches Licht (am besten Kerzenlicht!) ist uns seit Jahrtausenden, seit den ersten Fackeln und Feuerstellen, in die Wiege gelegt. Dazu kommt, dass wir in den Wohnräumen seit Langem an das eher weiche Glühlampenlicht gewöhnt sind. Auch wenn es in der Natur selbst - vor allem an bedeckten Tagen - eine ganze Reihe auch kühler Lichtfarben gibt.

Denn die Eigenschaften und die Qualität von Licht werden nicht nur durch das Licht-Schatten-Spiel geprägt, sondern auch durch die Verbindung des Lichts zu Farben. Daher gibt es kalte und warme Lichtfarben. Bei den verschiedenen Leuchtmitteln (vor allem bei Leuchtstofflampen) wird die jeweilige Lichtfarbe in Kelvin (K) angegeben. Grundsätzlich gibt es folgende grobe Gruppeneinteilung:

  • Warmweißes Licht: Unter 3.300 Kelvin – ein weißes Licht mit Gelbanteil, das als besonders angenehm und gemütlich gilt. Diese Lichtvariante wird besonders gerne in Wohnräumen oder im Schlafzimmer eingesetzt.
  • Weißes Licht: 3.300 bis 5.300 Kelvin – das ist jenes Licht, das von den meisten Menschen als kaltes Kunstlicht empfunden wird. Es schafft eine sehr nüchterne Stimmung. Wurde früher häufiger bei Arbeitsplätzen verwendet. Heute geht der Trend dahin, an Arbeitsplätzen eher zu Tageslichtlampen zu greifen.
  • Tageslichtweiß: Über 5.300 Kelvin – wie der Name schon sagt, handelt es sich dabei um ein tageslichtähnliches Licht. Es wurde früher sehr häufig vor allem in technischen Büros eingesetzt. Heute findet diese Varianten bei immer mehr Arbeitsplätzen Einsatz, da das Licht gemeinhin als anregend wahrgenommen wird.

Farblicht als Doping für die Seele
Die berühmten alten Ägypter wussten es natürlich schon längst, ebenso wie die Asiaten: Farben, vor allem in Verbindung mit Licht, haben eine direkte Wirkung auf die menschliche Psyche und den Organismus. Mittels gezieltem Einsatz der verschiedenen Farbspektren können unterschiedlichste Effekte hervorgerufen werden: So sollen z.B. die Chinesen früher farbige Tücher vor die Fenster von Krankenzimmer gespannt haben, um den Heilungsprozess zu beschleunigen.

Mittlerweile befassen sich weltweit Wissenschafter verschiedenster Fachrichtungen mit den möglichen Auswirkungen der Farblicht-Therapien. Einen wesentlich einfacheren Zugang wählen Innenraumgestalter: Hier kommt es in erster Linie auf das persönliche Farbempfinden an und wie mit welchen Lichttönen auch optische Akzente (z.B. Vergrößerung eines Raumes, Betonung einer Wand etc.) gesetzt werden können.

Persönliches Farbempfinden spielt eine große Rolle
Eines steht fest: Farbgefühle sind individuell und unbewusst gelernt. Zwar werden von den meisten Menschen bestimmten Farben ähnliche Reaktionen zugeschrieben - z.B. wirken Rot-, Orange- und Gelbtöne anregend und wärmend, Grün entspannend und erholend, Blau beruhigend -, doch ob eine Farbe auch tatsächlich als angenehm empfunden wird, hängt ausschließlich von der einzelnen Person ab.

Für den Wohnbereich eignen sich vor allem die energiesparenden LED-Stripes in den verschiedensten Farbvariationen und -nuancen als zusätzliche Akzentbeleuchtung wunderbar als Stimmungsmacher. Nachfolgend einige gängige Farblicht-Tipps – doch wie bereits betont: Jeder kann dies anders empfinden!

  • Gelb- und Orangetöne: Als dynamische und anregende Farben sind sie für alle Bereiche, in denen sich mehrere Menschen aufhalten, gut geeignet. Vor allem in Küche oder im Essbereich werden diese Farblichttöne gerne eingesetzt. Tipp: Vor allem ältere Menschen werden durch gelbes Licht in eine bessere Stimmung versetzt.
  • Helle Creme-, Rosa- und Blautöne: Schaffen eine besonders heimelige Atmosphäre. Daher sind sie besonders gut für das Wohnzimmer geeignet.
  • Grünes Licht: Entspannt und fördert die Kommunikation – ebenso im Wohnzimmer wie auch für den (privaten) Arbeitsplatz geeignet. Sehr sanftes Grün soll übrigens im Schlafzimmer einen besonders erholsamen Schlaf fördern.
  • Blau: Beruhigt und wird daher von Einrichtungsexperten gern für den Badezimmerbereich empfohlen. Aber Achtung: Blaues Licht lässt jedes Gesicht im Spiegel sehr unvorteilhaft erscheinen (Spiegel mit weißem Streulicht beleuchten).
  • Rot: Hier macht der bestimmte Ton die Wirkung aus. Rötliches Licht mit einem Gelbanteil gilt als das gemütlichste Licht überhaupt; sanftes Rot soll besänftigen und entspannen während ein helles Rot aktiviert. Tipp: Mit Rot generell vorsichtig umgehen!

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