Di, 23. Oktober 2018

Rekord-Zustimmung

04.12.2012 15:47

Merkel als CDU-Chefin bestätigt: "Ich bin platt"

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (im Bild mit David McAllister, dem Ministerpräsidenten von Niedersachsen) ist am Dienstag mit einer überwältigenden Mehrheit von 97,94 Prozent der Stimmen als Vorsitzende der regierenden Christlich Demokratischen Union (CDU) bestätigt worden. Merkel zeigte sich gerührt, aber auch, was das Ziel ihrer Partei betrifft, kämpferisch.

"Wer mich kennt - ich bin echt platt und bewegt", gab die Bundeskanzlerin zu. Sie rief ihre Partei zu Anstrengungen im kommenden Bundestagswahlkampf im Jahr 2013 auf. Jetzt gehe es "wieder ran an den Speck, wir haben viel vor", sagte sie.

Merkel: "Schwarz-Gelb ist die beste Koalition für Deutschland"
Zuvor hatte sie schon in ihrer Parteitagsrede die Rolle ihrer Partei in der deutschen Politik betont und die schwarz-gelbe Koalition als die beste für Deutschland bezeichnet. "In diesen Zeiten könnte keine andere Koalition das Land in eine bessere Zukunft führen als diese, die christlich-liberale Koalition", so die Bundeskanzlerin. Union und FDP teilen laut Merkel die meisten Werte und Grundsätze, was angesichts großer Herausforderungen für Deutschland und Europa wichtig sei. Die neue alte CDU-Vorsitzende definierte ihre Partei zugleich als "Volkspartei der Mitte" mit christlichen Wurzeln und setzte sich damit deutlich von der SPD ab. Die Grünen hingegen erwähnte sie nur am Rande.

Die Schuldenkrise spielte in Merkels Rede eine eher untergeordnete Rolle. Die Kanzlerin warnte erneut, es sei unrealistisch, in der EU und der Eurozone Probleme innerhalb kurzer Zeit lösen zu können, die sich über Jahre aufgebaut haben. Für ihre Rede erhielt Merkel minutenlange stehende Ovationen.

Parteitag auch im Zeichen umstrittener Themen
Auf dem CDU-Parteitag in Hannover standen am Dienstag neben der Wiederbestellung Merkels, die bereits zum siebenten Mal als Parteichefin bestätigt wurde und diesmal ihr bestes Ergebnis einfahren konnte, auch inhaltlich strittige Fragen, wie die Besserstellung von Müttern in der Rentenversicherung und die steuerliche Gleichstellung von homosexuellen Ehepaaren, im Mittelpunkt. Auch über den Leitantrag der Parteispitze, in dem vor allem die wirtschaftspolitische Aufstellung der Union im Wahljahr 2013 fixiert wird, soll in Hannover abgestimmt werden.

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