Mi, 19. September 2018

Teils mit Mühe

31.10.2012 22:28

Favoriten Austria, Rapid und Salzburg im Cup-Viertelfinale

Die drei Topteams der Bundesliga sind am Mittwoch ins Cup-Viertelfinale eingezogen. Während sich Tabellenführer Austria mit einem 4:0 beim Regionalligisten Villacher SV keine Blöße gab, musste Rapid zu Hause gegen den Zweitligisten Altach lange zittern. Der Rekordmeister, zur Pause noch 1:2 zurück, setzte sich erst nach Verlängerung mit 4:2 durch. Titelverteidiger Red Bull Salzburg hatte beim Regionalligisten Kalsdorf ebenfalls einige Mühe, siegte dank dreier Tore von Sadio Mane aber noch 3:1.

Villacher SV - FK Austria Wien 0:4 (0:1)
Austria-Coach Peter Stöger setzte zum großen Teil auf die Erfolgsmannschaft vom 6:4 bei der Admira am vergangenen Samstag, lediglich der am kommenden Wochenende gesperrte Tomas Simkovic (für ihn kam Alexander Grünwald) sowie die lädierten Alexander Gorgon (Marko Stankovic) und Kaja Rogulj (Lukas Rotpuller) mussten ersetzt werden.

Die Favoritner nahmen von Beginn an das Heft in die Hand und dominierten klar, brauchten aber dennoch ein Eigentor von Thomas Pirker nach Stanglpass von Stankovic, um in der 34. Minute mit 1:0 in Führung zu gehen. Wirklich gefährlich wurde die Elf von Stöger erst nach dem Seitenwechsel, eine Rote Karte für Johannes Isopp wegen eines Fouls an Stankovic von hinten (58.) machte es der Austria dabei noch einfacher.

In der letzten halben Stunde kam der violette Zug so richtig ins Rollen. Erst jagte Philipp Hosiner den Ball zwar noch vom Elfmeterpunkt über den Kasten, dann erhöhte der Junggoalgetter aber nach schönem Zuspiel von Mader auf 2:0 (68.). Wenig später war der eingewechselte Roman Kienast zur Stelle (74.).

Ein Abstauber von Thomas Jun nach einem Schussversuch von Kienast bedeutete im Finish schließlich den 4:0-Endstand (85.). VSV-Coach und Ex-Austria-Trainer Günther Kronsteiner saß da schon auf der Tribüne - er hatte sich vor rund 2.000 Zuschauern über die Entscheidungen von Schiedsrichter Rene Eisner zu sehr erregt.

SK Rapid Wien - SCR Altach 4:2 n.V. (1:2)
Die Rapidler präsentierten sich gegenüber dem 2:0-Heimerfolg in der Liga gegen Salzburg stark verändert. Coach Peter Schöttel war allerdings aufgrund der verletzungsbedingten Ausfälle von Kapitän Steffen Hofmann, Markus Heikkinnen und Christopher Drazan zu Umstellungen gezwungen. Ildiz, Boris Prokopic und Christopher Trimmel rückten in die Mannschaft, zudem ersetzte Jan Novota wie auch in den bisherigen Cupspielen gegen Heiligenkreuz und Allerheiligen Stammgoalie Lukas Königshofer.

Die Wiener verzeichneten einen Traumstart. Nach Eckball von Prokopic kam der Ball via Terrence Boyd zu Mario Sonnleitner, der in Manier eines Goalgetters aus kürzerer Distanz einschoss (5.). Die Hütteldorfer kontrollierten in der Folge das Geschehen, ließen den Ball geschickt laufen, allerdings auch jeglichen Nachdruck vermissen. Topchancen auf das 2:0 gab es keine. Die Gäste liefen zumeist hinterher, kamen aus dem Nichts aber zurück in die Partie.

Der herauseilende Jan Novota foulte den aufgerückten Benedikt Zech im Strafraum, Schiedsrichter Thomas Prammer entschied nach kurzem Zögern auf Elfmeter. Stürmer-Routinier Hannes Aigner ließ sich diese Chance nicht entgehen, verwertete souverän zum 1:1 (37.). Die Gäste aus Vorarlberg waren damit gleich mit der ersten Offensivaktion erfolgreich und bekamen Rückenwind. Nach einem Eckball von Lienhart köpfelte Kapitän Philip Netzer gar zur Führung ein (43.).

Schöttel reagierte zur Pause, brachte Lukas Grozurek für Prokopic. Der große Favorit zog ein Powerplay auf, tat sich gegen den Vorarlberger Abwehrriegel aber schwer. Ein Fersler von Boyd wurde von Martin Kobras zur Ecke abgewehrt (59.), der Altach-Goalie war auch bei einem Burgstaller-Schuss auf dem Posten (69.). In der 73. Minute war der Bann gebrochen. Die Altacher Abwehr verfehlte eine flache Burgstaller-Hereingabe und Boyd musste den Ball am langen Eck stehend nur noch über die Linie drücken (73.). Boyd verabsäumte es kurz vor Schluss, für die Entscheidung zu sorgen, schoss drüber (88.).

In der Verlängerung ließen zuerst die Altacher in Person von Joker Louis Ngwat-Mahop, der in Königshofer seinen Meister fand (93.), die Möglichkeit auf das 3:2 aus. Aufseiten der Rapidler scheiterte Prager aus guter Position an Kobras (101.). Da Kobras kurz vor Ende der ersten Hälfte den Ball zu lange festhielt, gab es einen indirekten Freistoß, den Muhammed Ildiz nach kurzem Burgstaller-Abspiel überlegt ins Eck beförderte (104.). Die Vorarlberger konnten nicht mehr zulegen und Thomas Prager machte mit dem 4:2 (114.) endgültig den Sack zu.

SC Kalsdorf - Red Bull Salzburg 1:3 (1:1)
Salzburg-Trainer Roger Schmidt hatte nach dem 0:2 im Bundesliga-Schlager bei Rapid mehreren Stammkräften eine Pause gegönnt. Das Tor hütete wie im Cup üblich Eddie Gustafsson statt Alexander Walke. Kapitän David Mendes und der angeschlagene Christoph Leitgeb waren nicht mit von der Partie, Abwehrchef Isaac Vorsah wurde erst im Finish eingewechselt. Topstürmer Jonathan Soriano kam nach einer Stunde für den Norweger Havard Nielsen.

Kalsdorf versteckte sich nicht. Der Dritte der Regionalliga Mitte lieferte dem Favoriten bei Volksfeststimmung südlich von Graz eine ausgeglichene erste halbe Stunde. Gründler verfehlte das Kreuzeck knapp (6.), wenig später parierte Gustafsson einen Kopfball von Dorn (7.). Doch dann schlug der Senegalese Sadio Mane mit einer Einzelaktion, bei der er gleich drei Gegenspieler stehen ließ, zu (37.). Kalsdorf konnte aber durch einen sehenswerten Volley von Gründler (43.) noch vor der Pause ausgleichen.

Nach Seitenwechsel legten die Salzburger einen Gang zu, hatten aber auch Glück, dass ein Handspiel von Andreas Ulmer im Strafraum ungeahndet blieb (51.). Der im Mittelfeld aufgebotene Martin Hinteregger kam dem Tor auf der Gegenseite mit einem Schuss von der Strafraumgrenze nahe (59.), ehe er über die rechte Seite auch das erlösende 2:1 einleitete: Der 20-Jährige legte auf Mane ab, der sich die Chance nicht nehmen ließ (81.).

Für die endgültige Entscheidung sorgte dann abermals Mane aus einem Konter, den er nach Assist von Kevin Kampl abschloss (92.). In der Liga hält der Matchwinner, der kurz vor Transferschluss im August vom FC Metz gekommen ist, ebenfalls bereits bei drei Toren. Das unrühmliche Ende einer ansonsten ansehnlichen Partie markierte einer der 2.100 Zuschauer, der nach Gelb-Rot für Kalsdorfs Rafael Dorn auf den Platz gelaufen war (93.).

Das Cup-Achtelfinale auf einen Blick:
Dienstag
Sturm Graz - FC Wacker Innsbruck 1:2
FC Lustenau - RZ Pellets WAC 1:2
LASK Linz - SV Mattersburg 2:2 n.V., 7:6 i.E.
FC Pasching - SK Austria Klagenfurt 2:1
SC Wiener Viktoria - SV Josko Ried 0:1
Mittwoch
Villacher SV - FK Austria Wien 0:4
Rapid Wien - Cashpoint SCR Altach 4:2 n.V.
SC Copacabana Kalsdorf - Red Bull Salzburg 1:3

Die Auslosung des Viertelfinales erfolgt am Sonntag, dem 4. November, um 18 Uhr. Spieltermine sind der 16. und 17. April 2013.

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