Do, 19. Juli 2018

Wegen Schließungen

31.10.2012 12:06

Ford verschiebt Start einiger neuer Modelle

Der Umbau von Ford Europa und die Schließung von insgesamt drei Werken verändert bei Ford auch die Einführungstermine angekündigter Modelle. So startet der rein elektrisch angetriebene Focus Electric statt Ende des Jahres nicht vor Mitte 2013. Der C-Max als Voll- und Plug-in-Hybridmodell dürfte nicht vor 2014 angeboten werden.

Ford steht in Sachen neue Modelle voll am Gas und muss dennoch auf die Bremse treten. Der schwache Absatzmarkt in Europa und dort für den Konzern im laufenden Jahr erwartete Verluste von mehr als 1,5 Milliarden Dollar lassen die Amerikaner reagieren. Weil sie die Produktionsstandorte Genk (Belgien) sowie Southampton und Dagenham (England) schließen, muss das Autogeschäft in Europa neu geordnet werden.

Die eingeleiteten Kosten-Effizienz-Maßnahmen, zu denen die bessere Auslastung der Produktionsstandorte im deutschen Saarlouis und im spanischen Valencia zählen, gehört laut Ford eine "noch nie da gewesenen neuen Produkt-Beschleunigung", die innerhalb von fünf Jahren 15 Modelle bringt. Dazu gehören noch dieses Jahr der facegeliftete Fiesta und der neue Mondeo mit 120 PS starkem 1,0-Liter-Dreizylinder-EcoBoost-Motor.

Wegen der Verlegung der Mondeo-Produktion von Genk nach Valencia soll der Allradantrieb im Mondeo jetzt nicht vor Ende 2014 zu haben sein. Der Mondeo als Vollhybrid, auch vom Standortwechsel betroffen, dürfte nicht vor Jahresende 2013 kommen, eher später.

Elektro-Focus kommt mit 110 kW
Der Focus Electric sollte schon in wenigen Wochen "ans Netz gehen". Daraus wird nichts. Nun ist die Markteinführung für Mitte 2013 geplant. In Saarlouis, wo das Modell produziert wird, müssen die Effizienz-Maßnahmen umgesetzt werden.

Beim Focus Electric besteht die Antriebseinheit aus einem 110-Kilowatt-Elektromotor, der mit einem Eingang-Getriebe gekoppelt ist. Der Antriebsstrang, den Ford gemeinsam mit Magna International entwickelte, bezieht seine Energie aus einer 23-Kilowattstunden-Lithium-Ionen-Batterie. Der Akku kann laut Ford an einer 230-Volt-Haushaltssteckdose geladen werden. Der bordeigene Spannungswandler konvertiert dabei den Wechselstrom in Gleichstrom. Ein vollständiger Ladezyklus soll acht bis neun Stunden benötigen, in Kombination mit einem speziellen Ladesystem ließe sich der Ladeprozess auf fünf bis sechs Stunden verkürzen.

Länger als auf den Focus Electric müssen Interessierte auf die C-Max-Hybride warten. Beide, C-Max Vollhybrid und C-Max Energi (Plug-in-Hybrid), fahren mit einem 2,0-Liter-Vierzylinder. Dem Vernehmen nach leistet der Benziner 143 PS und liefert maximal 175 Newtonmeter, er ist mit einem elektronischen stufenlosen Getriebe (eCVT ) von Ford gekoppelt. Der Elektromotor des Vollhybrid leistet 35 kW/48 PS, der des Plug-in-Hybrid ebenfalls. Kurzfristig sind wohl 68 kW/92 PS abrufbar. Als Systemleistung werden für beide Modelle 198 PS angegeben. Zwangsläufig haben die Lithium-Ionen-Batterien einen unterschiedlichen Energiegehalt – 1,4 Kilowattstunden reichen dem Vollhybrid, 7,6 Kilowattstunden sind es beim Energi. Seine Ladezeit soll an der Haushaltssteckdose sieben Stunden (Schnellladung: zweieinhalb Stunden) betragen.

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