09.08.2005 12:49 |

Mama ich bin ...

Schmerzensgeld nach Zeitungs-Outing

Seine Welt war noch in Ordnung, als er im Jahre 2002 am Christopher Street Day teilnahm. Eine Zeitung fotografierte einen jungen Deutschen während der Parade mit seinem Freund, und ein paar Tage später fand sich der Mann auf dem Titelblatt wieder - unter der Überschrift: "So Leben Schwule und Lesben in München"

Das war die Vorgeschichte. Der unfreiwillig Geoutete verklagte daraufhin die Zeitung. Er wollte seine Homosexualität noch eine Zeit lang geheim halten. Die Zeitung muss jetzt 5.000 Euro Schmerzensgeld und 200 Euro für das Abdrucken des Fotos bezahlen.

Der junge Mann behauptet auch einen finanziellen Schaden nach dem Outing durch die Zeitung erlitten zu haben. Als Unternehmer habe er 12.000 Euro an Geschäftseinbußen hinnehmen müssen.

Das Gericht erachtete eine Teilnahme am Christopher Street Day als keine Zustimmung über Berichten zu Homosexualität.

Mittwoch, 12. Mai 2021
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