Do, 19. Juli 2018

Sinkende Popularität

26.10.2012 08:41

Obama als erster US-Präsident, der vorzeitig wählte

US-Präsident Barack Obama, dessen Popularitätswerte unter den weißen Wählern dramatisch gesunken sind, hat als erster amerikanischer Staatschef in der Geschichte der Vereinigten Staaten bereits vor dem Wahltag seine Stimme abgegeben. Für wen, verschwieg er. Nicht ganz so wortkarg gab er sich in einem Interview mit der Zeitschrift "Rolling Stone" und bezeichnete Herausforderer Mitt Romney indirekt als "Dummschwätzer".

In der Gesprächspassage mit der Musikzeitschrift "Rolling Stone" ging es um Obamas große Popularität bei Kindern. Wörtlich meinte der Präsident: "Kinder haben einen guten Instinkt. Sie schauen auf den anderen und sagen: Er ist ein Dummschwätzer." Der US-Fernsehsender CNN sprach das Wort in seiner Berichterstattung über die neueste Verbalattacke auf Romney nicht aus, auch bei einer schriftlichen Einblendung des Interview-Textes war es nicht ausgeschrieben.

Das Romney-Lager reagierte prompt. Obama habe nichts zu bieten als Attacken und Beleidigungen, zitierte der TV-Sender CNN einen Romney-Sprecher. Obamas Wahlkampfberater David Axelrod meinte, Obama ziele auf Romneys häufige Meinungsänderungen ab. Die Bemerkung hätte für Romney "keine echte Überraschung sein sollen".

Obama-Wähler sollen zur Frühwahl animiert werden
Werbung in eigener Sache und auch für die Möglichkeit des Frühwählens machte Obama mit seiner vorzeitigen Stimmabgabe in einem Wahllokal in seiner Heimatstadt Chicago. Der Grund ist einfach: Zu den Frühwählern zählen meist besonders viele Demokraten. Auch Obamas Ehefrau Michelle gab bereits unlängst ihr Votum ab, per Briefwahl aus dem Weißen Haus.

Präsident unter Weißen um 21 Prozentpunkte hinter Romney
Wegen der neuesten Umfragen muss sich der Amtsinhaber um jede Stimme bemühen, denn unter den weißen Wählern hat er dramatisch an Popularität eingebüßt. Einer Umfrage der "Washington Post" und des TV-Senders ABC zufolge liegt Obama derzeit bei weißen Wählern um 21 Prozentpunkte hinter seinem Herausforderer Mitt Romney. 79 Prozent der Amerikaner sind Weiße.

59 Prozent der weißen Wähler, die vermutlich zur Wahl gehen, hätten sich für Romney ausgesprochen, lediglich 38 Prozent für Obama. Vor vier Jahren habe Obama bei Weißen lediglich um acht Prozentpunkte hinter seinem damaligen Gegner John McCain gelegen, schreibt die Zeitung. Dafür könne Obama aber bei nicht-weißen Amerikanern erheblich punkten: 79 Prozent wollten ihre Stimme für den Amtsinhaber abgeben.

Weiterhin Kopf-an-Kopf-Rennen
Zwischen Romney und Obama gibt es damit weiterhin ein Kopf-an-Kopf-Rennen. In der täglichen Umfrage von Reuters/Ipsos lag der Republikaner bei den wahrscheinlichen Wählern mit 47 zu 46 Prozent leicht vor dem Demokraten.

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