Mo, 20. August 2018

"Fotobombe"

25.10.2012 10:49

Küssende Kids stehlen Barack Obama die Show

Gibt es einen besseren Zeitpunkt, seinen Schwarm zu küssen, als wenn ein paar Armlängen weiter vorn der Präsident der Vereinigten Staaten sitzt? Wohl kaum, muss sich ein junger Schüler der "Daughter of Zion Jr. Academy" in Florida am Dienstag gedacht haben - und ergriff die Gelegenheit buchstäblich beim Schopf, just in dem Moment, als der Fotograf abdrückte.

Obamas Wahlkampfteam postete das Bild am Mittwoch als "Photo of the day" auf Twitter. Binnen kürzester Zeit verbreitete sich die "Fotobombe", wie es im Internet-Slang heißt, wenn auf einem Foto ein Störenfried dem Hauptmotiv die Show stielt, im Netz.

Dabei hatte Obama in der Adventisten-Privatschule in Delray Beach, die vorwiegend von farbigen Kindern besucht wird, gar keinen Stopp eingeplant. Nachdem die Kinder seinem Kampagnen-Konvoi aber beim Vorbeifahren zuwinkten, hielt der Präsident an und ließ sich zu einem "Meet and greet" im Turnsaal der Schule überreden, bei dem dann auch das Gruppenfoto mit der "Fotobombe" entstand.

Der junge Romeo bekam für seinen Kuss-Angriff offenbar auch eine Revanche. Auf weiteren Bildern der Fotografen im Kampagnen-Tross des US-Präsidenten ist zu sehen, wie das Mädchen zum "Retourkuss" ansetzt. Wer die beiden Schüler sind, wurde jedoch nicht bekannt.

"Fotobomben" erheitern Wahlkampfbeobachter
Im heurigen Wahlkampf haben bereits mehrere "Photobombs" das Internet erheitert. So kam ein Koch mit schrägem Gesichtsausdruck beim Romney-Schnappschuss (hier) auf seine "15 Minuten Ruhm", ebenso wie ein Unbekannter, der neben einer Obama-Kundgebung an einem Hang in die Wiese urinierte (hier).

Die Nachrichtenagentur AP musste beim Foto eines Mädchens, das mit weit aufgerissenen Augen auf den Hintern Mitt Romneys zu starren scheint, nach Protesten die Bildunterschrift entschärfen.

Wahlkampfendspurt in den "Swing States"
Obama und sein republikanischer Herausforderer Romney befinden sich seit Mittwoch im arbeitsintensiven Wahlkampf-Endspurt. Der US-Präsident reist in zwei Tagen mehr als 11.000 Kilometer weit quer durch die sogenannten "Swing States". Auch Romney hat noch ein großes Arbeitspensum bis zum Wochenende in den besonders umkämpften Bundesstaaten.

In Umfragen liefern sich die beiden Kandidaten weiterhin ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Entscheidend sind aber die Stimmen der Wahlmänner, von denen der Sieger mindestens 270 für sich gewinnen muss. Dieses Wahlsystem führt dazu, dass es am Ende nur auf die wenigen "Swing States" ankommt, in denen sich Mehrheiten für Republikaner und Demokraten traditionell abwechseln.

Ohne Ohio geht nichts
In den Staaten Ohio, Iowa, Colorado, Nevada, Virgina, Wisconsin, North Carolina, New Hampshire und Florida gibt es traditionell keine eindeutige Neigung zu Demokraten oder Republikanern.

Als höchster Preis gilt Ohio, die Faustregel bei US-Politexperten heißt: Ohne Ohio in der Tasche ist der Wahlsieg fast unmöglich. Noch niemals hat ein republikanischer Kandidat ohne Ohio gewonnen. Der letzte Demokrat, der ohne den Staat im Mittelwesten der USA ins Weiße Haus einzog, war John F. Kennedy 1960.

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