Di, 23. Oktober 2018

Hunderte Flaschen

24.10.2012 11:05

Gefälschtes Edel-Ketchup explodierte in US-Lagerhalle

In den USA haben Betrüger mehrere Hundert Liter billiges Ketchup in Flaschen der Premiummarke "Simply Heinz" umgefüllt. Das Edelprodukt mit hochwertigeren Inhaltsstoffen kostet pro Flasche etwa einen halben Dollar mehr. Doch durch das Umfüllen hatte die Soße zu gären begonnen, berichtet ABC News. In einer Lagerhalle im US-Bundesstaat New Jersey explodierten schließlich Hunderte der Flaschen – und riefen so die Polizei auf den Plan.

Da hatten die Ganoven wohl die Macht der Chemie kräftig unterschätzt. Kurz nachdem die Flaschen Fake-Ketchup in einem Lagerraum geplatzt waren, breiteten sich ein übler Gärgeruch und haufenweise Fliegen in der 630 Quadratmeter großen Lagerhalle in der Stadt Dover aus. Mieter angrenzender Lagerabteile wurden stutzig und entdeckten die Sauerei. Sie verständigten die Behörden sowie die Firma Heinz, von der sie annahmen, dass diese die Flaschen in der Lagerhalle verstaut hatten.

Die Polizei konnte schließlich mithilfe des Tomatensoße-Herstellers rekonstruieren, was passiert war, berichtete Dover Public Safety Director Richard Rosell gegenüber der Zeitung "The Star-Ledger". "Die Betrüger haben billigeres Heinz-Ketchup in Flaschen umgefüllt, die mit dem Etikett der Marke 'Simply Heinz' versehen waren." Dabei handelt es sich um eine hochwertigere Produktlinie des Unternehmens. Der Edel-Ketchup wird unter anderem mit Zuckerrohr statt mit billigerem Maissirup versetzt, um der Soße ihren süßlichen Geschmack zu verleihen.

Mikroorganismen durch Umfüllen in Flaschen gelangt
Doch dann hatten die Täter das Fake-Ketchup über längere Zeit in der Lagerhalle stehen lassen. Sie hatten offenbar nicht damit gerechnet, dass die rote Soße zu gären beginnen würde. Denn durch das Umfüllen des Ketchups waren Mikroorganismen in die Flaschen gelangt, die Gas produzierten, wodurch der Druck in den Flaschen stieg. Die Hitze in der Lagerhalle hatte schließlich den Rest dazu beigetragen.

Die Polizei sucht nun gemeinsam mit der Firma Heinz nach den Tätern, um rechtlich gegen sie vorzugehen. Dass das Fake-Ketchup in den Handel gelangt sein könnte, hält Jessica Jackson, Sprecherin von Heinz North America, für ausgeschlossen. Das Unternehmen habe "keinerlei Informationen, die zu der Annahme führen, dass das wiederaufgefüllte Produkt auf den Markt gelangt ist", sagte sie gegenüber ABC News.

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