Mo, 25. Juni 2018

Volle Attacke

23.10.2012 11:49

Bayerns Hoeneß zieht über Erfolglos-Coach Magath her

Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß hat für die Krise beim deutschen Bundesligisten VfL Wolfsburg, bei dem auch ÖFB-Legionär Emanuel Pogatetz unter Vertrag steht, Trainer Felix Magath als Hauptschuldigen ausgemacht. Auf einer Veranstaltung am Montagabend vor Vertretern aus Politik und Wirtschaft kritisierte Hoeneß den früheren Bayern-Coach für dessen Arbeit und Menschenführung.

"Wenn eine Mannschaft, die so gut besetzt ist wie nie, plötzlich nicht mehr laufen will, sind die Spieler entweder vom Training kaputt, oder sie spielen gegen den Trainer", sagte Hoeneß in Düsseldorf. Damit könnte Hoeneß durchaus richtig liegen, denn der für seine knallharten Trainingsmethoden berüchtigte "Quälix" Magath hatte erst kürzlich wieder für Aufsehen gesorgt, als er seinen Spielern das Trinkwasser rationierte.

Auch in Magaths Zeit beim FC Bayern habe es trotz der Erfolge Probleme im zwischenmenschlichen Bereich gegeben. "Wenn du es mit zwei Titeln in Folge schaffst, 80 Prozent der Spieler gegen dich zu kriegen, dann muss da etwas nicht stimmen. Das scheint auch das Problem in Wolfsburg zu sein", meinte Hoeneß.

Nur ein Sieg und zwei Tore in acht Spielen
Magath hatte in seiner Zeit in München zwischen 2004 und 2007 zweimal das Double aus Meisterschaft und Cup errungen, war aber trotzdem 2007 beurlaubt worden. Aktuell ist der 59-Jährige mit dem VfL trotz Investitionen in Höhe von 71 Millionen Euro für neue Spieler binnen eines Jahres Tabellenletzter der Bundesliga. Nach acht Runden hält Wolfsburg bei nur einem Sieg und insgesamt zwei erzielten Toren.

Magath reagiert gelassen
Magath konterte den Angriff gelassen und sagte am Dienstag zum Sport-Informationsdienst: "Das interessiert mich nicht. Herr Hoeneß kann doch zu allem etwas sagen. Als Tabellenführer wird man ja gerne zu allen Themen gehört." Am kommenden Samstag sollte gegen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf besser ein Sieg gelingen, sonst wird es für den Trainer ganz eng.

Der VfL-Aufsichtsrat will sich laut "Wolfsburger Allgemeine Zeitung" noch in dieser Woche zur Krisensitzung treffen. Eine Beurlaubung Magaths noch vor dem Match in Düsseldorf gilt als unwahrscheinlich.

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