Fr, 21. September 2018

Grün-weißes Drama

22.10.2012 09:25

2012 kein einziges Derby-Tor erzielt: Rapid "indiskutabel"

Rapid-Trainer Peter Schöttel wirkte nach der peinlichen 0:2-Niederlage am Sonntagnachmittag im Derby gegen die Austria geknickt. Aus gutem Grund. Erstmals seit 1969 erzielte Rapid in einem Jahr kein einziges Derby-Tor. Schöttel wartet überhaupt noch auf seinen ersten Derby-Sieg als Trainer. Die Vorstellung seiner Schützlinge nannte er "indiskutabel".

"Ich weiß nicht, was mit meiner Mannschaft los war. Vor allem in der ersten Hälfte waren wir ängstlich und haben uns gegenseitig angesteckt, das passiert jetzt schon einige Male gegen die Austria. Warum, kann ich nicht sagen", so die treffende Analyse von Schöttel.

Historische Pleite
Das Derbyjahr 2012 war für Grün-Weiß eines zum Vergessen. Zuletzt war es vor 43 Jahren "gelungen", in einem Jahr kein Tor zu erzielen. 1969 unterlag man den Veilchen mit 0:2 und 0:6 - dreifacher Torschütze war damals der spätere Rapid-Spieler und -Trainer Josef Hickersberger. Der fand am Sonntag als Zuschauer, dass sein Sohn Thomas als Co-Trainer von Peter Schöttel auf der Rapid-Bank mit dem Ergebnis gut bedient war.

"Überhaupt kein Mittel" gegen die Austria
Chefcoach Schöttel ließ seiner Enttäuschung freien Lauf: "Die Austria war um so viel besser als wir, dass es traurig ist. Der Frust ist bei mir am größten, weil ich mir viel mehr erwartet habe. Die Austria hat eine richtig gute Mannschaft, und wir finden in letzter Zeit überhaupt kein Mittel gegen sie."

Rapid ist nach sieben sieglosen Derbys in Folge am Boden. Jetzt heißt es, schnell aufzustehen. Am Donnerstag wartet in der Europa League Leverkusen, am Sonntag Tabellenführer Salzburg. Dabei sind auch noch Christopher Trimmel und Thomas Prager gesperrt.

Jubel bei der Austria
Bei der Wiener Austria herrscht indes Jubelstimmung pur. "Wir haben ein sehr gutes Fußballspiel abgeliefert. Wenn man mit etwas nicht so zufrieden sein kann, dann dass wir höher gewinnen hätten müssen", sagte Trainer Peter Stöger.

Er schickte seine keine Schwachstellen offenbarende Elf nach Schlusspfiff zurecht noch auf eine zusätzliche Jubelrunde. Das 303. große Wiener Derby stand wie selten zuvor im Zeichen der Violetten, die bereits den ersten Saisonvergleich mit 3:0 gewonnen hatten. "Wenn wir in den nächsten Derbys auch so spielen, dann wird es schwer für Rapid", meinte Stürmer Philipp Hosiner, der alleine Chancen auf drei Tore vorfand.

Doppeltorschütze Gorgon: "Können vorne mitspielen"
Bereits in der ersten Spielhälfte produzierten die Hausherren elf Torschüsse, während Torhüter Heinz Lindner nur einmal richtig eingreifen musste. Für die Tore zeichnete sich Alexander Gorgon verantwortlich, der vor 12.500 Zuschauern im Doppelpack (29., 52.) traf. "Wir haben das Zeug dazu, vorne mitzuspielen und wollten ein Derby bieten, das auch für die Fans attraktiv ist. Das ist uns ganz gut gelungen", sagte der erstmals im Derby erfolgreiche Flügelspieler.

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