Do, 18. Oktober 2018

Wegen Flugblättern

19.10.2012 15:22

Nordkorea droht Südkorea konkret mit Militärschlägen

Nordkorea geht erneut auf Konfrontationskurs zu Südkorea: Pjöngjang drohte am Freitag mit "gnadenlosen Militärschlägen" ohne Vorwarnung auf Grenzgebiete im Nachbarland, sollten weiterhin anti-nordkoreanische Flugblätter aus Südkorea über die Grenze gelangen. Nordkoreanische Exilanten planen für Montag, 200.000 regierungsfeindliche Flyer mit Ballons in den Norden zu schicken. Nordkorea fühlt sich durch Aktionen wie diese provoziert und macht die Regierung in Seoul dafür verantwortlich.

Solche Aktionen seien eine "unverzeihliche Herausforderung für die Armee und Bevölkerung der Volksrepublik", zitierten die staatlichen Medien Nordkoreas eine Erklärung der Volksarmee. Die Bewohner in den betroffenen südkoreanischen Grenzgebieten sollten sich in Sicherheit bringen. Ziel eines Militärschlages werde ein Touristengebiet nahe der Grenzstadt Paju sein, hieß es in einer Meldung der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA. Der Ort liegt nur wenige Kilometer von der Demarkationslinie entfernt, die beide Länder trennt.

"Wenn das passiert, werden wir zurückschlagen"
Südkoreas Verteidigungsminister Kim Kwan Jin sagte, auf einen Schlag aus dem Norden werde es die entsprechende Antwort geben: "Wenn das passiert, werden wir zurückschlagen." Außenminister Kim Sung Hwan wiederum äußerte die Hoffnung, dass die erneute Wahl seines Landes in den Weltsicherheitsrat am Donnerstag (siehe Infobox) dazu beitragen könne, Nordkorea von Provokationen abzuhalten. Südkorea habe nun eine "bedeutende Abschreckung", da das Land direkt an den Diskussionen im mächtigsten UNO-Gremium teilnehmen könne. Als Mitglied des Rats wolle Seoul seine Rolle in der internationalen Gemeinschaft stärken, um den Frieden auf der koreanischen Halbinsel und in der Welt zu festigen.

Regelmäßig flattern Flugblätter über die Grenze
Gegner der nordkoreanischen Regierung in Südkorea, darunter Überläufer aus dem Norden, schicken regelmäßig Flugblätter über die Grenze, in denen sie das autoritäre Regime in Pjöngjang anprangern und zum Sturz des Machthabers Kim Jong Un aufrufen. Die für Montag geplante Aktion ist die zweite dieser Art binnen eines Jahres. An einigen der Flugblätter sind Ein-Dollar-Scheine angebracht. "Wir hatten ähnliche Drohungen im vergangenen Jahr, und sie haben uns nicht stoppen können. Und sie werden uns auch diesen Mal nicht aufhalten", sagte Pak Sang Hak, Chef einer Allianz nordkoreanischer Oppositioneller in Südkorea.

Länder befinden sich immer noch im Kriegszustand
Nordkorea und Südkorea befinden sich seit dem Krieg 1950 -1953 offiziell im Kriegszustand, seither gilt lediglich ein Waffenstillstand. Vor knapp zwei Jahren wurden beim Beschuss einer südkoreanischen Insel durch Nordkorea mehrere Zivilisten getötet. Pjöngjang wird auch für die Versenkung eines südkoreanischen Marineschiffes verantwortlich gemacht.

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