So, 23. September 2018

Erste Bank Open

18.10.2012 19:30

Nachwuchshoffnung Dominic Thiem im Achtelfinale out

Dominic Thiem ist am Donnerstag als letzter Österreicher im Einzelbewerb der Erste Bank Open ausgeschieden. Der 19-jährige Nachwuchsstar musste sich dem Australier Marinko Matosevic nach 96 Minuten mit 3:6, 6:7(5) geschlagen geben. Österreich ist damit nur noch im Doppel vertreten, wo Jürgen Melzer/Alexander Peya im Halbfinale stehen.

"Die Enttäuschung ist groß, weil es war so eng im zweiten Satz. Das Tiebreak hätte genauso für mich enden können", sagte Thiem, dem damit auch das Duell mit dem topgesetzten Argentinier Juan Martin del Potro versagt blieb. Der junge Niederösterreicher attestierte sich allerdings alles in allem wieder "eine gute Vorstellung".

Nur eine einzige Breakchance
Der Niederösterreicher hatte im Tiebreak schon mit 4:2 bzw. 5:4 geführt. Dennoch erwies sich der 1,90-Meter-Mann Matosevic, der im Ranking als Nummer 55 noch weit vor dem jungen Österreicher (394.) liegt, noch als eine Spur zu stark. "Ich habe im ganzen Match nur eine Breakchance gehabt. Er ist groß und serviert gut, und da muss man halt die kleinen Chancen nutzen", wusste Thiem, der im ersten Satz seinen Aufschlag zum 3:5 abgeben musste und im zweiten Durchgang bei 4:3 seine einzige Break-Möglichkeit zum 5:3 nicht verwerten konnte.

"Am Ende habe ich die Partie mit drei dummen Eigenfehlern verloren, das sollte nicht passieren", war der Niederösterreicher selbstkritisch. Dennoch war seine Turnierbilanz eine positive. Immerhin hatte Thiem mit Lukas Lacko die aktuelle Nummer 51 der Welt bezwungen, und auch am Donnerstag hielt er ausgezeichnet mit.

Thiem traut sich zu, Lücke nach Melzer zu schließen
"Ich habe gesehen, dass ich voll dabei bin gegen solche Leute. Jetzt gilt es halt auf kleineren Turnieren genauso meine Leistung abzurufen, damit ich öfter auf größeren Turnieren spielen kann", erklärte Österreichs Lichtstreif am Horizont in Sachen Zukunftsausblick. Mit den Erwartungshaltungen der Öffentlichkeit geht Thiem eher gelassen um. "Ich sehe das locker. Jürgen (Melzer) kann sicher noch ein paar Jahre auf einem guten Level spielen, und sollte er wirklich aufhören, glaube ich, dass ich dann bereit bin, um die Lücke zu schließen."

Und wie weit sieht er sich im Ranking nach oben klettern? "Man sieht, dass ich teilweise wirklich sehr gut spiele und mit der Vorhand die Gegner dominieren kann. Der erste Aufschlag bereitet fast allen Spielern Probleme, der muss noch konstanter werden", erklärte Thiem. "Wenn ich mich noch weiter verbessere, dann ist, denke ich, alles drin. Ich will mich nicht festlegen, aber ich denke nicht, dass es so viele Grenzen nach oben gibt."

Melzer/Peya stehen im Doppel-Halbfinale

Die topgesetzten Melzer/Peya stehen nach einem 6:7(4), 6:4, 10:8 gegen die serbisch-deutsche Paarung Janko Tipsarevic/Alexander Waske im Halbfinale, wo sie am Samstag auf das deutsche Doppel Andre Begemann/Martin Emmrich treffen, die ihr Viertelfinale gegen die Slowenen Aljaz Bedene/Grega Zemlja 6:4 und 6:3 gewannen.

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