Mo, 23. Juli 2018

Nike, Trek, Anheuser

18.10.2012 10:05

Armstrong verliert immer mehr seiner Sponsoren

Immer mehr Sponsoren wenden sich von Ex-Radprofi Lance Armstrong ab: Nach dem Sportartikel-Konzern Nike und der Brauerei Anheuser-Busch haben auch der Fahrradbauer Trek sowie die Fitnessstudio-Kette 24 Hour Fitness ihre Verträge mit dem gefallenen Superstar beendet.

Der US-Amerikaner betrieb laut einem umfangreichen Bericht der US-Anti-Doping-Agentur (USADA) jahrelang systematisches Doping, handelte mit verbotenen Substanzen und zwang seine Teamkollegen zum Dopen. Armstrong bestreitet trotz erdrückender Beweislast weiterhin sämtliche Vorwürfe. Armstrong muss mit der Aberkennung seiner sieben Tour-Titel durch den Radsport-Weltverband (UCI) und Schadenersatzklagen in Millionenhöhe rechnen.

Nike seit "mehr als einem Jahrzehnt" getäuscht
"Trek ist enttäuscht von den Erkenntnissen des USADA-Berichts über Lance Armstrong", teilte das Unternehmen am Mittwochabend mit. Der siebenfache Tour-de-France-Sieger habe Nike seit "mehr als einem Jahrzehnt" getäuscht, hieß es wiederum in einem Statement des Sportartikelherstellers. 24 Hour Fitness schrieb auf der firmeneigenen Facebook-Seite, die jüngsten Beweise um die Doping-Vergangenheit des Texaners seien mit den Werten des Unternehmens nicht in Einklang zu bringen. Anheuser-Busch will allerdings Armstrongs Krebsstiftung "Livestrong" weiter unterstützen.

Armstrong legt Vorsitz seiner Krebsstiftung zurück
Wie US-Medien berichteten, entschieden sich darüber hinaus auch die Energy-Drink-Marke FRS sowie Honey Stinger, ein Produzent von Energie- und Fruchtriegeln, ihre Zusammenarbeit mit Armstrong zu beenden. Der Sonnenbrillenhersteller Oakley überprüft derzeit seinen Sponsorenvertrag mit dem 41-Jährigen. Indes ist Armstrong als Vorsitzender seiner Krebsstiftung "Livestrong" zurückgetreten. Der US-Amerikaner will mit diesem Schritt mögliche Schäden von der Organisation fernhalten, erklärte der ehemalige Radprofi in einem Statement am Mittwoch.

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