Sa, 23. Juni 2018

Zugunfall fingiert

17.10.2012 12:09

Toter Luchs in der Stmk: "Hera" wurde erschossen

Am Wochenende haben Bahnarbeiter einen toten Luchs auf den Gleisen der Südbahn in der Steiermark gefunden. Dabei handelte es sich um ein aus einem Wildpark entkommenes Luchsweibchen namens "Hera" (rechts im Bild). Die pathologische Untersuchung ergab nun, dass das Tier erschossen worden war. Offenbar hatte der Schütze einen Bahnunfall vortäuschen wollen.

Bei der pathologischen Untersuchung wurde ein Projektil gefunden, so Reinhard Pichler, der zoologische Leiter des Wildparks. Es handelt sich um ein Halbmantelgeschoss aus Kupfer, das auch bei der Jagd verwendet wird.

Luchse kommen in heimischen Wäldern auch in freier Wildbahn vor, dürfen aber nicht gejagt werden. Die Jägerschaft Liesingtal setzte eine Prämie von 1.500 Euro zur Klärung des Vorfalls aus.

"Ein großer Verlust"
Das achtjährige Luchsweibchen war im März aus dem Tierpark Mauternausgebüxt, nachdem eine Lawine das Gehege beschädigt hatte. "Wir hatten immer Kontakt zum Tier. Jetzt im Herbst beginnt die Ranzzeit, außerdem wäre das Futter in freier Wildbahn knapp geworden, weshalb Hera vermutlich von alleine zurückgekommen wäre", erklärte Pichler.

Geschäftsführerin Doris Wolkner-Steinberger hat inzwischen Anzeige gegen Unbekannt erstattet. "Für uns ist das ein großer Verlust, wir hatten mit Hera und George ein harmonisches Pärchen und eigentlich auch im Frühjahr mit Nachwuchs gerechnet, weshalb wir das Gehege schon entsprechend umgebaut haben."

Für den Zoologen Pichler gibt es aber auch einen positiven Nebenaspekt: Die "ungeplante Auswilderung" habe gezeigt, dass Luchse "es schaffen, ohne den Menschen zu stören".

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