Do, 20. September 2018

Folgt Kogler nach

16.10.2012 17:24

Roland Kirchler ist neuer Trainer von Wacker Innsbruck

Die Trainersuche beim FC Wacker Innsbruck ist zu Ende: Am Dienstag einigten sich der Tiroler Traditionsklub und der Ex-Internationale Roland Kirchler auf einen Vertrag bis Sommer 2014. Kirchler tritt damit die Nachfolge von Walter Kogler an, von dem sich die in die Krise geratenen Tiroler vergangene Woche getrennt hatten. Die offizielle Präsentation findet am Mittwoch um 14 Uhr statt.

Kirchler war zuletzt vier Jahre lang bei der WSG Wattens tätig, führte den Kooperationsklub der Innsbrucker in der Vorsaison als ungeschlagenen Meister der Regionalliga West in die Relegation um den Aufstieg in die Erste Liga. Dort scheiterten die Tiroler ausgerechnet am von Michael Streiter betreuten SV Horn. Streiter hatte vergangene Woche noch als Favorit auf die Kogler-Nachfolge gegolten, der FC Wacker konnte und wollte aber keine Ablöse zahlen.

Wacker-Obmann: "Ein junger, engagierter Trainer"
So fiel die Wahl auf Streiters langjährigen Klubkollegen Kirchler. "Wir sind uns absolut sicher, dass er der richtige Mann für uns ist", betonte Wacker-Obmann Kaspar Plattner. "Er ist ein junger, engagierter Trainer, der in Wattens sehr gute Arbeit geleistet hat." Im Oberhaus verfügt Kirchler allerdings noch über keine Erfahrung als Trainer. Der frühere Mittelfeldspieler war am Dienstagnachmittag vorerst für keine Stellungnahme erreichbar.

Wacker war unter Kogler mit zuletzt sieben Liganiederlagen in Serie in die Krise gerutscht. Kirchlers Aufgabe ist es, den Klassenerhalt auch mit geringen finanziellen Mitteln sicherzustellen. Nach elf Runden fehlen den Innsbruckern bereits vier Punkte auf den Vorletzten Wiener Neustadt. Am kommenden Samstag (18.30 Uhr) geht es bei Kirchlers Premiere zu Hause gegen Ried um den Anschluss in der Tabelle. Plattner ist sich allerdings schon sicher, dass "wir gemeinsam die Trendwende schaffen und auch langfristig Erfolg haben werden".

Wattens legte Kirchler keine Steine in den Weg
Sein besonderer Dank galt den Verantwortlichen in Wattens, Stammklub des 28-fachen ÖFB-Teamspielers. "Es war mit Roland immer vereinbart, dass wir ihm keine Steine in den Weg legen würden", erklärte WSG-Obmann Klaus Haim. "Wir sind davon überzeugt, dass Roland Kirchler der richtige Mann für den FC Wacker Innsbruck und für den geplanten Tiroler Weg ist – vorausgesetzt der Verein sorgt für die notwendigen Rahmenbedingungen."

Kirchler spielte selbst lange Jahre für Innsbruck und war mit dem Vorgängerverein FC Tirol von 2000 bis 2002 dreimal in Folge Meister. 2001 hätte Kirchler die Tiroler beinahe in die Champions League geschossen, sein Schuss in der Nachspielzeit des Wiederholungsspiels gegen Lok Moskau (1:0) ging aber nur an die Latte. Ein 2:0 hätte den Innsbruckern zum erstmaligen Einzug in die Königsklasse gereicht. Seit einem folgenden Konkurs müssen die Tiroler kleinere Brötchen backen.

Steckbrief von Roland Kirchler
Geboren: 29. September 1970 in Innsbruck
Größe: 1,86 Meter
Position als Spieler: Mittelfeld
Hobby: Musik

Stationen als Spieler: WSG Wattens (1987-1990), FC Tirol (1990-1992), FC Wacker Innsbruck (1992/93), FC Tirol Innsbruck (1993-2002), SV Austria Salzburg (2002/03), SV Pasching (2003-2005), FC Red Bull Salzburg (2005/06), SCR Altach (2006-2008), WSG Wattens (2008-2010)

Stationen als Trainer: WSG Wattens (2008-2012/bis 2010 als Spielertrainer, danach nur noch jeweils ein Einsatz als Spieler in den Jahren 2011 und 2012, seit heuer nicht mehr im Kader)

Größte Erfolge:
Als Spieler:
drei Meistertitel mit dem FC Tirol (2000-2002), Cupsieger 1993 mit Wacker Innsbruck
Als Trainer: Regionalliga-West-Meister 2012 (ohne Niederlage)

Kirchler bestritt von 1993 bis 2005 insgesamt 28 ÖFB-Länderspiele (fünf Tore). In der Bundesliga absolvierte er 490 Spiele und erzielte 99 Tore.

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