Mi, 20. Juni 2018

Streit in der Partei

15.10.2012 08:43

D: Piraten-Geschäftsführer kritisiert Shitstorms

Vor dem Hintergrund sinkender Umfragewerte hat der politische Geschäftsführer der deutschen Piratenpartei, Johannes Ponader, den schlechten Zustand der Partei angeprangert. Massive Kritik übte er - auch aufgrund eigener Erfahrungen - am persönlich verletzenden innerparteilichen Umgang. Sogenannte Shitstorms (öffentliche Entrüstung im Internet) müssten gestoppt werden, forderte Ponader am Sonntag.

Die Piraten seien stolz auf Sachlichkeit, auf argumentative Debatten, so Ponader in Henstedt-Ulzburg beim Landesparteitag der schleswig-holsteinischen Piraten. Diese Diskussionskultur sei notwendig. Es dürften nicht Drohungen, Kraftausdrücke oder derjenige sich durchsetzen, der die größte Klappe habe. "Lasst die sprachliche Gewalt weg!", mahnte Ponader. Shitstorms zu stoppen, dürfe nicht den angegriffenen Personen allein überlassen bleiben, "da müssen andere dazwischen gehen".

Er habe Verständnis, dass anhaltend niedrige Umfragewerte - die deutschen Piraten liegen demnach zurzeit um die fünf Prozent - zu Nervosität führten, sagte Ponader. Wer aber glaube, dass die Piraten nach dem Hype wie eine Blase platzen werden und am Ende seien, täusche sich.

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