Di, 17. Juli 2018

Felsen untersucht

12.10.2012 09:53

Rover "Curiosity" findet erdähnliches Vulkangestein

Der Marsrover "Curiosity" hat eine bisher unbekannte Gesteinsart auf dem Mars entdeckt. Es handle sich dabei um eine Felsprobe, die vulkanischem Gestein auf der Erde ähnle, teilte die US-Raumfahrtbehörde NASA am Donnerstag mit.

"Dieser Typ Gestein entspricht in seiner chemischen Zusammensetzung einer ungewöhnlichen, aber durchaus bekannten Art von Vulkangestein, die in vielen vulkanischen Regionen der Erde gefunden wird", sagte Edward Solper vom Institute of Technology in Pasadena (Kalifornien). Der Brocken (Bild) hat etwa die Größe eines Fußballs und die Form einer Pyramide. Es handle sich um die erste Gesteinsprobe, die der im August gelandete Marsrover untersucht habe, so die NASA.

Das Bild zeigt, wohin "Curiosity" mit zwei verschiedenen Instrumenten auf einen Felsen, den die Forscher "Jake Matijevic" getauft haben, zielte. Die roten Punkte zeigen, wo die sogenannte ChemCam mit ihrem Laser Proben genommen hat. Aufgenommen wurde das Foto mithilfe der Mast-Kamera des Rovers.

Auf der Erde entsteht diese Art von Gestein den Forschern zufolge durch großen Druck sowie Wasser und Magma unter der Erdkruste. Der Entstehungsprozess auf dem Mars sei aber noch unklar. "Mit lediglich einem Mars-Stein dieser Art ist es schwierig zu sagen, ob es sich um die gleichen Prozesse handelt", betonte Stolper. Einzelheiten und vor allem die Bedeutung des Fundes sind noch unklar.

Der Mars gilt aber bereits seit Langem als felsiger Planet, der der Erde mehr als alle anderen Planeten in unserem Sonnensystem ähnelt. Dort soll es auch Wasser gegeben haben.

Anfang August auf dem Mars gelandet

"Curiosity" war nach einer mehr als achtmonatigen Reise durchs All am 6. August auf dem Mars gelandet. Der 900 Kilogramm schwere, autogroße Erkundungsroboter soll im Rahmen der 1,9 Milliarden Euro teuren Mission nach Hinweisen suchen, ob es auf dem Mars einmal Wasser - die Grundlage für Leben, wie wir es kennen - gab. Dabei kann der Rover auf eine komplexe, chemische Labortechnik sowie einen ausgeklügelten Robotergreifarm und einen Bohrer zurückgreifen.

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