Mi, 19. Dezember 2018

Dutzende Opfer

11.10.2012 11:57

WEGA nahm Millionenbetrüger in Wiener Hotel fest

Er hat sich als seriöser Finanzexperte verkauft - und Dutzende Investoren fielen auf den Wiener René G. herein. Mit der Verlockung vermeintlich todsicherer Börsen-Spekulationen soll er seine Opfer um mehr als fünf Millionen Euro betrogen haben. Nun klickten in einem Luxus-Hotel in der Bundeshauptstadt die Handschellen.

Seriöses Auftreten und beachtliches Hintergrundwissen - im Freundes- und Bekanntenkreis galt René G. als absoluter Finanzexperte. So war es für den 46-jährigen Verdächtigen aus dem Wiener Bezirk Döbling ein leichtes Spiel, das Vertrauen seiner betuchten Opfer zu gewinnen.

Spätestens als der mutmaßliche Betrüger ihnen die vermeintlich todsicheren Börsen-Spekulationen und Anlagen schmackhaft machte, hatte er seine Opfer an der Angel. Und natürlich sei das Geschäft nur mit hohen Einsätzen sinnvoll.

Fünf Millionen Euro Gesamtschaden
So tappten rund 20 leichtgläubige Investoren in die Falle und legten ihr Vermögen in die Hände des Verdächtigen. Ein Wiener Ehepaar investierte alleine 1,1 Millionen Euro - das Geld sahen sie nie wieder. Und auch der selbst ernannte Finanzexperte war plötzlich wie vom Erdboden verschluckt. Gesamtschaden: mehr als fünf Millionen Euro.

Am Dienstag hatte es sich für den mutmaßlichen Täter aber ausspekuliert: Die Sondereinheit WEGA legte René G. die Handschellen an - im Wiener Luxushotel "Radisson Blue Style", wo er seit geraumer Zeit logierte und es sich gut gehen ließ. Nun sitzt er in U-Haft.

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