Sa, 20. Oktober 2018

100 Mio. Jahre alt

09.10.2012 12:00

Spinnen-Angriff auf Wespe in Bernstein konserviert

US-Wissenschaftler haben laut eigenen Angaben zum ersten Mal ein Stück Bernstein entdeckt, in dem eine Spinne (oben) im Augenblick des Angriffs auf eine Beute (unten) in ihrem Netz konserviert wurde. Der Fund sei quasi eine rund 100 Millionen Jahre alte Momentaufnahme des Kampfes, so die Foscher.

Die außerordentlich seltenen Fossilien sind in einem Stück Bernstein eingeschlossen, das beschriebene Ereignis fand im Hukawng-Tal auf Burma in der frühen Kreidezeit vor 97 bis 110 Millionen Jahren statt.

"Die noch junge Spinne wollte gerade eine kleine Schlupfwespe verspeisen, war aber noch nicht bei ihr angelangt", beschreibt Georg Poinar, Zoologe an der Oregon State University in Corvallis und Spezialist für in Bernstein eingeschlossene Insekten, die im Bernstein quasi verewigte Situation. "Die männliche Wespe beobachtet gerade, wie die Spinnen zu ihrer Attacke ansetzte, als das Baumharz über beide Tiere floss und sie einschloss", beschreibt der Forscher die Situation.

Neben dem Umstand, dass der Fund den bislang einzigen fossilen Beleg eines Spinnenangriffs auf ihre Beute darstellt, ist er für die Forscher auch deshalb interessant, weil in dem Bernstein-Stück zudem der Körper einer männlichen Spinne gefunden wurde. Das, so schreiben die Wissenschaftler im Fachjournal "Historical Biology", sei der Beweis für Sozialverhalten von Spinnen, das heute nur noch bei ganz wenigen Arten zu finden sei.

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