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08.10.2012 16:36

Oppositionschefin Suu Kyi will Burmas Präsidentin werden

Burmas Friedensnobelpreisträgerin und Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi will Präsidentin werden, wenn das Volk es so wünscht. Das erklärte sie am Montag nach der Rückkehr von ihrer ersten US-Reise seit mehr als zwei Jahrzehnten. Die 67-Jährige stand wegen ihrer Opposition zu der lange regierenden Militärjunta mehr als 14 Jahre unter Hausarrest.

"Als Chefin einer politischen Partei habe ich den Mut, Präsidentin zu sein, wenn das Volk es wünscht", sagte Suu Kyi vor Medienvertretern. Ihre Partei, die Nationalliga für Demokratie, setze sich dafür ein, dass die Verfassung entsprechend geändert werde, meinte die Nationalheldin. Denn noch bleibt ihr das höchste Amt verwehrt: Die 2008 unter der damaligen Militärjunta verabschiedete Verfassung schreibt fest, dass nur Präsident werden kann, wer in seiner engsten Familie keine Ausländer hat. Suu Kyi war mit einem Engländer verheiratet, der 1999 verstarb.

Präsident: "Kann mir Suu Kyi als Präsidentin vorstellen"
Das Land hat seit dem Frühjahr 2011 eine zivile Regierung, die sich allerdings weitgehend aus Parteigängern der alten Junta zusammensetzt. Dazu gehört auch der Präsident, Ex-General Thein Sein. Dennoch hat er sich mit weitreichenden Reformen und der Freilassung von Hunderten politischen Gefangenen einen Namen gemacht. Zudem hat er sich mehrfach mit Suu Kyi getroffen, zuletzt bei der UNO in New York. Dort sagte er, er könne sich Suu Kyi als Präsidentin vorstellen.

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