Mo, 25. Juni 2018

Flucht zu Ende

02.10.2012 08:22

Ex-Promi-Juwelier stellt sich nach zwei Monaten der Polizei

Die Flucht des prominenten Schmuckhändlers Ernst Klimitsch ist nach mehr als zwei Monaten zu Ende. Der wegen mutmaßlichen Steuerbetrugs per Haftbefehl gesuchte ehemalige "Juwelier der Reichen und Schönen" stellte sich Montagmittag im Beisein seines Anwalts der Finanzpolizei in Wien. Nach über fünf Stunden Verhör wurde der Verdächtige in U-Haft genommen.

Konkret besteht der Verdacht, dass Klimitsch (Bild) bei dubiosen Golddeals mit der Ost-Mafia Steuern in Millionenhöhe hinterzogen hat. Zudem ermittelt das Bundeskriminalamt wegen Geldwäsche.

Aus Angst vor Mafia untergetaucht
Der schillernde Ex-Chefdesigner und Geschäftsführer des Promi-Juweliers "Kornmesser" war Ende Juli nach mehreren Hausdurchsuchungen abgetaucht - laut eigenen Angaben aus Angst vor ehemaligen Geschäftspartnern, bei denen er enorme Schulden hatte. Lediglich ein schriftliches Geständnis ließ er den Behörden übermitteln.

Nach einem Haftbefehl des Landesgerichts Wien hatten Zielfahnder schon die Spur zu dem Verdächtigen aufgenommen. Jetzt der Knalleffekt: Klimitsch stellte sich Montagmittag, begleitet von seinem Anwalt Wolfgang Bernt, selbst der Finanzpolizei.

Morddrohungen durch Gold-Lieferanten
Im mehr als fünfstündigen Verhör gab er an, dass jene Männer, die ihn, Klimitsch, erpresst sowie mit Mord gedroht hatten, ursprünglich Lieferanten des Juweliers gewesen seien. Ihre Namen wollte der 53-Jährige auch am Montag nicht preisgeben. Nach den Drohungen tauchte er unter. "Mein Mandant war in Frankreich, Italien und der Schweiz. Alleine. Dort bewegte er sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln fort. Das war keine angenehme Situation", schildert Bernt.

Im elfseitigen Protokoll des Polizeiverhörs zeigt sich Klimitsch zum Steuerbetrug voll geständig. Zur Geldwäsche, die ihm ebenfalls angelastet wird, wollte sich der Festgenommene aber vorerst nicht äußern. "Wir können erst etwas dazu sagen, wenn wir genau wissen, was ihm angelastet wird", sagte sein Anwalt. Nach der Einvernahme durch die Beamten musste er in U-Haft.

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