02.08.2005 10:45 |

Smarter Schädling

Wurm tarnt sich als Maustreiber

Der britische Security-Experte Sophos warnt vor einer neuen Migration des Sdbot-Wurms. "W32/Sdbot-ABQ" ermöglicht Dritten den Zugriff auf den Computer, lädt den Code aus dem Internet und installiert sich in der Registrierung.

"Sdbot" ist ein Wurm für die Windows-Plattform und verbreitet sich auf Netzwerkcomputern, indem er häufige Pufferüberlaufschwachstellen ausnutzt, darunter LSAASS. Dabei läuft der Schadcode kontinuierlich im Hintergrund und stellt einen Backdoorserver zur Verfügung, der einem remoten Eindringling den Zugriff auf und die Steuerung über den Computer mittels IRC-Kanälen ermöglicht.

Vertrauliche Infos werden angezapft
"Sdbot" versucht laut Sophos in erster Linie vertrauliche Informationen zu stehlen. Daneben führt er laufend DdoS-Flooder-Attacken durch und lädt, installiert und startet neue Software auf dem Wirt-Rechner. Um sich zu verbergen versucht der Wurm sich geschickt in den Windows-Explorer-Prozess einzubinden.

Bei jedem Systemstart aktiv
Wird er gestartet, kopiert er sich, mit dem Dateinamen "mousecrm.exe" in das Verzeichnis "System". Das File wird dabei als neue Treibersystemdatei namens "mousecrm" mit dem Anzeigenamen "Mouse Cursor Monitor" und dem Starttyp "Automatisch" registriert. Dadurch wird der Wurm bei jedem Systemstart automatisch ausgeführt.

Dienstag, 22. Juni 2021
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