Mo, 25. Juni 2018

Geschichtliches

27.01.2003 15:21

3000 Jahre Pocken-Plage

Der Pocken-Virus tötet seit mindestens 3000 Jahren Menschen auf der ganzen Welt. Bereits 1000 Jahre vor Christi Geburt waren die gefährlichen Pocken-Infektionen gefürchtet:
Es gibt Berichte von Epidemien vom fernen China,auf dem indischen Kontinent bis zur arabischen Halbinsel, alssich die tödlichen Viren unter der Bevölkerung verbreiteten.In Europa wird erstmals im sechsten Jahrhundert von einer Pocken-Epidemieberichtet, im 13. Jahrhundert wütete dieKrankheit in England, im 15.Jahrhundert im deutschsprachigenRaum. Man nimmt an, dass mit den europäischen Erobererndie Pocken erstmals nach Amerika gebracht wurden, sie dürftenauch die Ursache für den Untergang der alten Kulturen derInkas oder der Azteken gewesen sein.
 
Seit dem 10. Jahrhundert sollman erste zaghafte Versuche einer Schutzimpfung unternommen haben:Man fand heraus, dass das Sekret aus den Hautveränderungenvon Erkrankten als "Impfmittel" in Betracht kommt: Menschen, diedamit in Kontakt kamen, waren gegen eine Neuinfektion geschützter,oder die Krankheit brach lange nicht so stark aus. Diese Art derImpfung mit infizierten Gewebeflüssigkeiten, die Variolisationgenannt wird, wurde aber nur bei extremen Epidemien angewandt,da die Todesrate durch diese "Impfung" trotzdem sehr hoch war.
 
Im Jahr 1796 bemerkte der britischeArzt Edward Jenner (Bild), dass die aus Kuhpocken-Blasengewonnen Sekrete besser für eine Impfung geeignet waren.Es war dies der erste wirkliche Impfstoff der Geschichte.
 
In Somalia trat 1977 der letztebekannte Pockenfall weltweit auf, 1980 durfte die WHO die Weltals "pockenfrei" erklären. Der Kampf gegen die Pocken-Virenschien gewonnen. Allerdings haben sowjetische und amerikanischeArmee-Wissenschafter nach wie vor die Pocken-Viren aufbewahrt,offiziell um bei einem Angriff mit dem Virus notfalls gerüstetzu sein, inoffiziell wohl auch, um eine tödliche Waffe zubesitzen.

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