Konjunkturflaute in der Industrie und Baubranche treibt die Arbeitslosenzahlen auch im westlichsten Bundesland Vorarlberg in die Höhe.
Die Rezession macht sich immer deutlicher am Arbeitsmarkt bemerkbar, leider auch in Vorarlberg: Die Zahl der Arbeitslosen (9590) ist im Jahresvergleich um 1116 Personen oder 13,2 Prozent gewachsen. „Einen starken Anstieg verzeichnen nach wie vor die Industrie und die Baubranche“, erläutert AMS-Landesgeschäftsführer Bernhard Bereuter. „Die Konjunkturschwäche hinterlässt weiterhin deutliche Spuren auf dem Vorarlberger Arbeitsmarkt“, erklärt er dazu.
Die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen mit einem Berufswunsch im Bauwesen ist um 52,7 Prozent auf 510 und im Bereich Metall- und Elektroberufe um 20,2 Prozent auf 667 Personen angestiegen. „Derzeit sind noch keine Anzeichen einer wirtschaftlichen Erholung sichtbar. Wir müssen daher davon ausgehen, dass die Arbeitslosenzahlen in den nächsten Monaten noch ansteigen werden“, befürchtet Bereuter.
5,2 Prozent macht aktuell die Arbeitslosenquote in Vorarlberg aus. Damit liegt das Ländle unter der Österreichquote von 6,9 Prozent.
Den Jobsuchenden stehen aktuell 4782 offene Stellen gegenüber, eine Verringerung gegenüber dem Vorjahr um 181 Arbeitsplätze beziehungsweise 3,6 Prozent. Bereuter betont die Wichtigkeit einer aktiven Jobsuche, um die Dauer der Arbeitslosigkeit möglichst kurz zu halten.
Gute Nachrichten gibt es aber auch: Die Zahl der langzeitarbeitslosen Menschen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,2 Prozent auf 1567 reduziert.
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