"Das ist Rache"
Syrien: Video zeigt Exekution durch Rebellen in Aleppo
Auf dem am Dienstag von Aktivisten auf YouTube veröffentlichten Video (krone.at weist darauf hin, dass die Bilder teils verstörende Szenen zeigen) sind bewaffnete Männer zu sehen, die "Lang lebe die Freie Syrische Armee" rufen.
Mutmaßliche Mitglieder des Stammes Al-Berri, der als Assad treu ergeben gilt und sich an der Niederschlagung der Proteste beteiligt haben soll, werden auf einen Platz geführt. Einer der Gefangenen hat das Gesicht voller Blut und ist fast nackt. Er wird mit weiteren Gefangenen an eine Wand gestellt, während die Rebellen "Gott ist groß" rufen und dann das Feuer eröffnen.
Ein am Mittwoch veröffentlichter Report von Amnesty International, der sich auf Recherchen von Ende Mai stützt, dokumentiert hingegen die brutale Gewalt des Assad-Regimes: Demnach hätten Regierungstruppen und die regimetreue Shabbiha-Miliz Protestierende in Aleppo getötet und verletzt. Betroffen seien auch Unbeteiligte und Kinder gewesen, schreibt Amnesty. Verletzte seien gejagt worden. Folter sei routinemäßig eingesetzt worden.
Großoffensive seit Samstag
In Aleppo versuchen die Regierungstruppen seit Samstag, die Aufständischen mit einer Großoffensive aus der strategisch wichtigen Handelsstadt zurückzudrängen. Bisher scheint das Regime vor allem auf Bombardements aus der Luft und Artilleriebeschuss zu setzen, um die Aufständischen in ihren Stellungen mürbe zu machen. Aber auch in den Straßen liefern sich Rebellen und Regierungstruppen immer wieder heftige Gefechte.
Die Lage der Zivilbevölkerung in der zweitgrößten Stadt Syriens wird immer katastrophaler. Hunderttausende sind bereits geflohen, viele andere sitzen fest. Die unübersichtlichen Fronten ziehen sich mitten durch Wohngebiete. Nach UN-Angaben leiden im gesamten Land mindestens zwei Millionen Menschen unter der Gewalt.







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