15.07.2005 08:26 |

Streit geschlichtet

Freisprüche für Formel-1 -Teams nach Indy-Rennen

Der Streit um das Formel-1-Skandalrennen in Indianapolis ist beendet. Wie der Internationale Automobil-Verband am Donnerstag mitteilte, empfiehlt der FIA-Senat dem World Motor Sport Council, den Schuldspruch gegen sieben Michelin-Teams aufzuheben.

Die oberste Motorsportbehörde hatte am 29. Juni die vom französischen Reifenhersteller ausgerüsteten Rennställe wegen ihrer Startverweigerung in den USA in zwei von fünften Punkten für schuldig befunden. Über eine Strafe wollte der World Motor Sport Council erst am 14. September entscheiden. Die sieben betroffenen Teams Renault, McLaren-Mercedes, Williams-BMW, BAR-Honda, Toyota, Sauber Petronas und Red Bull Racing hatten gegen dieses Urteil Einspruch angekündigt.

Maßnahmen nicht angebracht
"Der Senat war nach den neuen Beweisen der Ansicht, dass Disziplinarmaßnahmen gegen die Teams nicht mehr angebracht und nicht im Interesse des Sports sind", hieß es. In den nächsten Tagen sollen die 26 Mitglieder des Councils der Rücknahme des Schuldspruchs zustimmen.

Wende nicht überraschend
Die Wende in dem Streit kam nicht überraschend. Schon in den vergangenen Tagen hatte FIA-Chef Max Mosley ein Einlenken gegenüber den Michelin-Rennställen signalisiert. In einem Gespräch am Donnerstag in Monaco legten McLaren-Teamchef Ron Dennis und sein Red- Bull-Kollege Christian Horner als Vertreter der betroffenen Teams Mosley neue Beweise vor.

Die sieben Teams hatten ihre Startverweigerung im US-Grand-Prix am 19. Juni damit begründet, dass Reifenpartner Michelin die Sicherheit für seine Pneus nicht garantieren konnte. Das Unternehmen untersagte deshalb den Teams die Teilnahme. Daraufhin starteten nur sechs Autos, die mit den Reifen des japanischen Michelin-Konkurrenten Bridgestone fuhren.

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