Niederländer jubeln

Schuil/Nummerdor siegen bei Grand Slam in Klagenfurt

Sport
22.07.2012 16:30
Was den niederländischen Damen beim Beachvolleyball-Grand-Slam-Finale am Sonntag in Klagenfurt verwehrt geblieben ist, ist ihren Landsmännern Richard Schuil und Reinder Nummerdor gelungen. In einem spannenden Endspiel bezwang das Duo im dritten Satz die Brasilianer Pedro/Marcio mit 15:13.

Im Finale zwischen Pedro/Marcio und Schuil/Nummerdor ging es heiß her. Während die Brasilianer einen perfekten Start erwischten, schienen die Holländer zu Beginn überfordert. Schon nach 20 Minuten endete der erste Satz mit 21:14 für die Herren aus Brasilien.

Im zweiten Satz drehten die Niederländer das Spiel dann aber um 180 Grad. Pedros Blocks, die im ersten Satz scheinbar noch der Erfolgsgarant der Brasilianer waren, nutzten den Südamerikanern im zweiten Satz nicht mehr viel. Nach weiteren knapp 20 Minuten stand es nach Satzgewinn der Holländer 1:1.

Umstrittener Matchball bringt Sieg
In den dritten und entscheidenden Satz konnten Schuil/Nummerdor den Schwung aus dem Zweiten mitnehmen und machten von Beginn an Druck. Schuli's Service, zu diesem Zeitpunkt die Waffe der Niederländer, brachte dem Duo Punkt um Punkt. Pedro/Marcio wehrten sich zwar lange, schafften es auch noch auf 13:14 heranzukommen, doch die Niederländer ließen sich den Sieg nicht mehr nehmen und verwandelten einen umstrittenen Matchball schließlich zum 15:13.

"Super, denn Klagenfurt ist das Lieblingsturnier von fast allen Spielern", sagte der 2,07 Meter große Hallen-Olympiasieger Schuil (1996 in Atlanta), der zusammen mit Nummerdor von 2008 bis 2010 drei Mal in Folge Beach-Europameister geworden war. Die einzige Niederlage im Turnierverlauf hatten Schuil/Nummerdor in der Pool-Phase gegen die ÖVV-Paarung Xandi Huber/Robin Seidl erlitten, da waren die beiden Niederländer aber schon fix für die K.-o.-Phase qualifiziert gewesen.

Chinesische Teams traten nicht mehr an
Wegen heftigen Regens hatten am Samstag alle Damenpartien abgesagt und die Herren-Matches auf Nebenplätze verlegt werden müssen. Die daraus entstandenen Flugprobleme sorgten angeblich dafür, dass beide chinesischen Teams in der Schlussphase nicht mehr antraten. Offiziell waren Verletzungen der Absagegrund.

Auch die als Nummer zwei gesetzten US-Stars Todd Rogers/Phil Dallhauser traten nach ihrer Halbfinal-Niederlage gegen Brasilien am Sonntag zum Spiel um Platz drei nicht mehr an, allerdings hatte Dallhauser am verregneten Samstag tatsächlich eine Blessur erlitten. Sieger Schuil musste nach dem Finale sofort zum London-Flieger.

130.000 Fans trotz Regens
Trotz des schwachen Samstages (6.000 Fans) fiel bei der 16. Klagenfurt-Auflage die Zuschauer-Bilanz mit 130.000 Zuschauern auch 2012 höchst erfreulich aus. Die vorangegangenen heißen Sommer-Tage hatten mit Rekordbesuchen viel wettgemacht. Im Vorjahr waren annähernd 136.000 gekommen.

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