10.08.2005 18:38 |

Schock-Bericht

Umweltschäden aus All mit bloßem Auge sichtbar

Die Astronauten der US-Weltraumfähre "Discovery" haben auf ihrer Mission Umweltschäden auf der Erde mit bloßem Auge erkennen können. "Discovery"-Kommandantin Eileen Collins sagte auf der ersten Pressekonferenz nach ihrer geglückten Heimkehr zur Erde am Dienstag auf dem Edwards-Luftwaffenstützpunkt in Kalifornien, sie sei sehr ernüchtert über die Zeichen von Umweltzerstörung in Afrika gewesen.

Sie habe große Wald- und Buschbrände, entwaldete Gebiete sowie starke Erosionen sehen können, berichtete Collins. Viele Flüsse seine braun statt blau gewesen.

Erleichterung nach Discovery-Mission
Die Heimkehr der "Discovery" ist von der NASA und von US-Präsident George W. Bush indes als großer Erfolg und Ermutigung für die weiteren US- Weltraumprogramme gewürdigt worden. Die 14-tägige Mission der "Discovery" zur Internationalen Raumstation ISS sei "ein wichtiger Schritt für die NASA gewesen, das Vertrauen des amerikanischen Volkes wieder zu gewinnen", sagte Bush in Texas.

Mit großer Erleichterung in aller Welt wurde die glückliche Rückkehr der ersten US-Raumfähre nach der "Columbia"-Tragödie 2003 aufgenommen. Die "Discovery" mit sieben Astronauten an Bord hatte am Dienstag um 14.11 Uhr MESZ auf dem Luftwaffenstützpunkt Edwards in Kalifornien aufgesetzt.

Kritik aus Deutschland
Das Bochumer Institut für Umwelt- und Zukunftsforschung (IUZ) hat den Rückflug der "Discovery" als riskant bewertet. "Statt mit der beschädigten Fähre hätten die Astronauten ohne jedes Risiko mit den Rettungskapseln der Raumstation ISS zur Erde zurückkehren können", sagte IUZ-Direktor Thilo Elsner. Stattdessen habe die Raumfahrtbehörde NASA trotz aller Rückschläge beweisen wollen, dass die Space-Shuttles sicher seien. "Die NASA steht offenbar unter hohem Erfolgsdruck", sagte Elsner.

Dienstag, 11. Mai 2021
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