Gelungenes Debüt

Raf Simons zeigt in Paris seine erste Kollektion für Dior

Star-Style
03.07.2012 12:44
Ein gelungenes Debüt! In Paris hat der belgische Designer Raf Simons am Montag seine mit Spannung erwartete erste Kollektion für das französische Modehaus Dior präsentiert und kann zufrieden sein. Denn sogar die berüchtigte US-Vogue-Chefin Anna Wintour hat sich beim Anblick der Modelle mehrmals zu Applaus hinreisen lassen. Beobachtet wurde die Schau auch von Fürstin Charlene von Monaco (Bild 2), die dafür offenbar sogar ihren ersten Hochzeitstag sausen ließ, den sie am Montag feierte.

Der belgische Modemacher Raf Simons (Bild 3) ist der Nachfolger des gefeuerten Skandal-Modeschöpfers John Galliano beim französischen Traditionshaus Dior. Das Luxus-Label hatte den 44-jährigen Antwerpener im Frühling nach mehr als einem Jahr ohne offiziellen Chefdesigner von Jil Sander geholt. Simons hatte zwar einen guten Ruf in der Modeszene, doch musste er ohne Erfahrung in der "Hohen Schneiderkunst" ("Haute Couture") starten.

Der Einstand ist gelungen. Modeexperten attestieren, Simons habe es mit seiner Herbst-Winter-Kollektion 2012/2013 geschafft, die legendären Linien Christian Diors aufzunehmen und modern umzusetzen. Simons nahm Diors berühmtes Kostüm "Bar" von 1947 auf. Die für das Kostüm typische "Blütenkelchlinie" mit schmalem Oberteil und sich öffnendem weiten Rock dekonstruierte er auf sanfte Weise. Mal erschien der Blütenkelch als kostbar besticktes Korsagenoberteil mit Schößchen zur schmalen Hose in Schwarz, mal schwang er sich als elektrisch blaues Astrachan-Kleid um die zarte Figur eines Models, mal trat er als Straßenkostüm in Herrenstoffen auf den Laufsteg.

Raffinesse bringen kunstvolle Stickereien und Netzstrukturen in die tragbaren Kreationen. Die Abendkleider sind mit zarten Blüten und Perlen bestickt. Die Bilder der Haute-Couture-Kleider findest du in der Infobox!

Dior hatte den britischen Modemacher Galliano im Februar vergangenen Jahres entlassen, nachdem er in Paris durch judenfeindliche Pöbeleien aufgefallen war. Ein französisches Gericht verurteilte Galliano im September zu einer Geldstrafe auf Bewährung, nachdem sich der Modemacher für seine Äußerungen entschuldigt hatte.

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