'Shenzhou 9' startete

China schickte zum ersten Mal eine Frau ins All

Wissen
16.06.2012 14:12
Die Volksrepublik China hat am Samstag erstmals eine Frau ins All geschickt. Die 33-jährige Liu Yang und zwei männliche Taikonauten, wie die chinesischen Raumfahrer genannt werden, starteten vom Weltraumbahnhof Jiuquan in der Wüste Gobi mit einer Rakete vom Typ "Langer Marsch 2F". Ihr Raumschiff "Shenzhou 9" soll an das Testmodul "Tiangong 1" andocken, mit dem China Ende September 2011 den Startschuss für den Bau einer eigenen Raumstation gegeben hatte.

"Ich fühle mich geehrt, im Auftrag von Hunderten Millionen chinesischer Frauen ins All zu fliegen", sagte die 33 Jahre alte Pilotin vor dem Start. Eine Sprecherin des chinesischen Raumfahrtprogrammes erklärte, Liu Yangs Raumflug fördere "auch den sozialen Einfluss des bemannten Raumfahrtprogramms". Einschließlich der Chinesin sind nun mehr als 50 Frauen aus acht Nationen ins All geflogen.

Mehrere Premieren
"Shenzhou 9" werde sich insgesamt 13 Tage im All aufhalten, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Samstag. In dieser Zeit stehen einige Premieren für die chinesische Raumfahrt auf dem Programm: In zwei Tagen soll das erste bemannte Andockmanöver am Raummodul "Tiangong 1" (Himmelspalast 1) erfolgen. Das Manöver soll zudem manuell gesteuert werden. Ebenfalls zum ersten Mal werden dann zwei Taikonauten in den Himmelspalast wechseln und sich insgesamt zehn Tage darin aufhalten. Auf ihrem Programm stehen wissenschaftliche Experimente, technische Tests und physische Übungen. 

"Shenzhou 9" unternimmt den erst vierten bemannten Raumflug in der Geschichte der chinesischen Raumfahrt. Im Jahr 2003 gelang es China nach den USA und der Sowjetunion als weltweit dritter Nation, mit einem eigenen Raumfahrzeug einen Menschen ins All zu schicken.

Notfallpläne stehen
"Was Sicherheitsmaßnahmen und Risikokontrolle betrifft, gibt es sehr viele Unterschiede zwischen bemannten und unbemannten Missionen", sagte Ma Yongping, Vize-Direktor des Raumfahrtkontrollzentrums in Peking, am Samstag. Sein Zentrum hat laut Xinhua mehr als 700 Notfallpläne ausgearbeitet, falls es Probleme geben sollte.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Wissen
16.06.2012 14:12
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung