"Ich fühle mich geehrt, im Auftrag von Hunderten Millionen chinesischer Frauen ins All zu fliegen", sagte die 33 Jahre alte Pilotin vor dem Start. Eine Sprecherin des chinesischen Raumfahrtprogrammes erklärte, Liu Yangs Raumflug fördere "auch den sozialen Einfluss des bemannten Raumfahrtprogramms". Einschließlich der Chinesin sind nun mehr als 50 Frauen aus acht Nationen ins All geflogen.
Mehrere Premieren
"Shenzhou 9" werde sich insgesamt 13 Tage im All aufhalten, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Samstag. In dieser Zeit stehen einige Premieren für die chinesische Raumfahrt auf dem Programm: In zwei Tagen soll das erste bemannte Andockmanöver am Raummodul "Tiangong 1" (Himmelspalast 1) erfolgen. Das Manöver soll zudem manuell gesteuert werden. Ebenfalls zum ersten Mal werden dann zwei Taikonauten in den Himmelspalast wechseln und sich insgesamt zehn Tage darin aufhalten. Auf ihrem Programm stehen wissenschaftliche Experimente, technische Tests und physische Übungen.
"Shenzhou 9" unternimmt den erst vierten bemannten Raumflug in der Geschichte der chinesischen Raumfahrt. Im Jahr 2003 gelang es China nach den USA und der Sowjetunion als weltweit dritter Nation, mit einem eigenen Raumfahrzeug einen Menschen ins All zu schicken.
Notfallpläne stehen
"Was Sicherheitsmaßnahmen und Risikokontrolle betrifft, gibt es sehr viele Unterschiede zwischen bemannten und unbemannten Missionen", sagte Ma Yongping, Vize-Direktor des Raumfahrtkontrollzentrums in Peking, am Samstag. Sein Zentrum hat laut Xinhua mehr als 700 Notfallpläne ausgearbeitet, falls es Probleme geben sollte.
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