Beide Teams stellten gleich zu Beginn ihre Spielstärke unter Beweis und suchten den direkten Weg nach vorne. Mittelfeldgeplänkel: Fehlanzeige. Fast alle Aktionen liefen über die Topstars Arshawin und Rosicky, die mehrere Jahre beim englischen Premier-League-Klub Arsenal zusammen im Einsatz waren.
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Einer der schnellen Vorstöße der Russen hatte in der 15. Minute die Führung zur Folge: Kerzhakov köpfte den Ball nach einer Flanke von rechts an den Pfosten, Stürmer Dzagoev schoss den Abpraller kompromisslos in die Maschen. Wenig später hatte Dzagoev das 2:0 auf dem Fuß, doch er vergab freistehend vor Torhüter Cech.
Arshawin als Vorbereiter
Gerade als sich die Tschechen von der Sturm-und-Drang-Phase der Russen etwas befreien konnten und selbst gefährlich vor dem gegnerischen Tor auftauchten (Rezek-Kopfball, 23.), schlug die "Sbornaja" erneut eiskalt zu. Arshawin marschierte durchs Mittelfeld und passte steil in den Strafraum, wo Shirokov den aus seinem Gehäuse eilenden Cech gekonnt überlupfte (24.).
Hätte Kerzhakov in der 33. Minute nach schöner Hereingabe von Shirokov nicht kläglich über das Tor geschossen, wäre das wohl schon die Vorentscheidung gewesen. Dennoch hatten die Russen das Spielgeschehen nun voll im Griff und ließen bis zum Pausenpfiff nichts mehr zu.
Pilar flößt Tschechen neuen Mut ein
Auch in der zweiten Spielhälfte bekamen die 40.000 Zuseher im Breslauer Miejski-Stadion sehenswerten Fußball zu sehen. Zunächst war es Kerzhakov, der aus aussichtsreicher Position verzog (50.). Auf der Gegenseite machte es Pilar nach feinem Plasil-Zuspiel besser, umkurvte Keeper Malafeev und schoss zum 1:2 ein (52.). Nun schöpften die Tschechen neuen Mut und versuchten nachzulegen. Doch richtig gefährlich tauchten zunächst nur die Russen im Strafraum auf (zweimal Kerzhakov, 64./70.).
In der 75. Spielminute fasste sich Tschechiens Spielmacher Rosicky ein Herz und zog aus 25 Metern ab, Malafeev klärte im Nachfassen. Dann folgte der große Auftritt von Russlands Stürmer Pavlyuchenko, der - erst in der 73. Minute eingewechselt - das 3:1 von Dzagoev mustergültig vorbereitete (79.) und dann selbst vollstreckte (82.).
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