Do, 19. Juli 2018

Indy-Farce

29.06.2005 16:04

FIA vertagt Entscheidung auf September

Der Automobil-Weltverband FIA hat die Entscheidung über eine Strafe für die sieben Michelin-Teams der Formel 1 auf den 14. September vertagt. Dies ist das Ergebnis einer Anhörung vor dem Motorsport-Weltrat am Mittwoch in Paris.

Die Teams McLaren-Mercedes, BMW-Williams, Renault, Toyota, Sauber-Petronas, Red Bull Racing und BAR-Honda waren am 19. Juni beim Großen Preis der USA wegen Sicherheitsbedenken hinsichtlich der Reifen nicht angetreten. Die Teams seien in zwei Punkten schuldig, in drei nicht, hieß es auf der Pressekonferenz.

Die Teams wurden für schuldig befunden, nicht die angemessenen Reifen dabei gehabt und es abgelehnt zu haben, Rennen zu fahren. "Diese Sache hat der Formel 1 weltweit und insbesondere in den USA einen gewaltigen Schaden zugefügt. Michelins Job war es, mit einem zuverlässigen Reifen in Indianapolis anzutreten und da hat Michelin vollkommen versagt", sagte FIA-Präsident Max Mosley.

Der 26-köpfige Motorsport-Weltrat sprach die Teams von dem Vorwurf frei, während des Rennens eine Geschwindigkeitsbegrenzung abgelehnt zu haben. Mit den umstrittenen Michelin-Reifen konnten sie in der Steilkurve auf dem Indianapolis Motorspeedway nicht mit hohem Tempo fahren, da sonst die Reifen hätten platzen können. Außerdem wurden die sieben Formel-1-Teams nicht dafür verurteilt, kein Demonstrationsrennen veranstaltet und die Stewards nicht rechtzeitig über die Startverweigerung informiert zu haben. "Sie haben gesagt, dass sie alles in ihrer Macht stehende getan haben", sagte Mosley. Letztlich hätten sie sich aber der Empfehlung von Michelin beugen müssen.

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