28.05.2012 15:27 |

Essen und Kleider

Inhalt der Kapsel "Dragon" wird in die ISS umgeladen

Nach dem ersten Andocken eines privaten Raumtransporters an der Internationalen Raumstation ISS heißt es für die Crew der ISS derzeit Auspacken: Insgesamt 521 Kilogramm Versorgungsgüter – zumeist Lebensmittel und Kleider für die sechs Bewohner – müssen aus dem Bauch des unbemannten Vehikels "Dragon" in die Außenstation der Menscheit im All geschafft werden.
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"Das ist etwa so viel Zeug, wie ich in meinen Pickup packen kann", meinte NASA-Astronaut Don Pettit. Der "Dragon" hatte am Freitag an der ISS angedockt (Bericht in der Infobox). Viel Zeit haben die Astronauten nicht. Nach dem Auspacken, das am Montag und Dienstag erledigt werden sollte, soll der Laderaum des "Drachen" mit rund 600 Kilogramm Abfall gefüllt werden. Bereits am 31. Mai soll die Rückreise des von der privaten US-Firma SpaceX gebauten Transporters zur Erde beginnen.

Die 4,4 Meter hohe und 3,7 Meter breite "Dragon"-Kapsel ist der erste private Transporter, der die ISS besucht. Astronauten hatten ihn am Freitag nach dem Anflug mit einem Roboterarm der Station (Bild 2) eingefangen. Er ist derzeit am ISS-Modul "Harmony" geparkt.

Insgesamt zwölf Transportflüge geplant
Klappt auf dem Testflug weiter alles, soll SpaceX mit der Kapsel im Auftrag der NASA insgesamt zwölf Gütertransporte zur ISS unternehmen. Die US-Raumfahrtbehörde hat dazu mit dem kalifornischen Unternehmen einen 1,6 Milliarden Dollar (rund 1,3 Milliarden Euro) schweren Vertrag abgeschlossen. SpaceX will die Kapsel so weiterentwickeln, dass eines Tages damit auch Astronauten ins All befördert werden können, aber bis dahin wird es nach Expertenschätzung noch einige Jahre dauern.

Die NASA verfügt seit dem Einmotten ihrer Spaceshuttle-Flotte im Sommer vergangenen Jahres über keinen eigenen Transporter mehr. Sie verfolgt aber das ehrgeizige Ziel, Menschen zu einem Asteroiden und dann eines Tages vielleicht sogar zum Mars zu schicken. Dazu entwickelt sie derzeit eine neuartige Rakete. Die Routineflüge zur ISS will die Raumfahrtbehörde dagegen künftig zur Gänze kommerziellen Anbietern überlassen.

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