Mo, 18. Juni 2018

Qualifiziert, aber:

23.05.2012 17:05

Firmen zeigten erst Interesse, als Frau Kinder verschwieg

Auf dem Weg aus der Karenz zurück in die Arbeit sind junge Mütter offenbar immer noch schwer benachteiligt. Dies zeigt der Fall einer Wienerin, die trotz guter Qualifikationen keinen Job mehr fand. Erst als sie ihre beiden Kinder aus den Bewerbungsschreiben löschte, zeigten die Dienstgeber plötzlich großes Interesse.

Die Marketingfachfrau Claudia K. versteht die Welt nicht mehr: Als Mutter eines dreieinhalb Jahre alten Sohnes und einer sieben Monate alten Tochter plante die 27-Jährige aus Wien-Landstraße nun ihre Rückkehr in die Berufswelt. Doch trotz intensiver Bewerbungen und guter Qualifikation wurde die zweifache Mutter nicht einmal zu Bewerbungsgesprächen eingeladen.

"Plötzlich wollten mich alle Firmen persönlich sehen"
"Also verheimlichte ich meinen Familienstand im Lebenslauf, ließ aber alles andere gleich. Prompt wollten mich alle Firmen persönlich sehen", schildert Claudia K. im "Krone"-Gespräch. Für die Wienerin ist dies ein klarer Fall von Diskriminierung.

Den Vogel schoss aber ein Personalchef einer großen amerikanischen Firma ab. "Das Gespräch über den Job verlief fantastisch und dauerte eine Stunde. Als es nur noch um die Details ging, fragte er mich, ob ich Kinder habe", so K. Als sie antwortete: "Ja, einen Buben und ein Mädchen", änderte sich schlagartig die Stimmung. "Seien Sie nicht traurig, wenn es nix wird", so die lapidaren Abschiedsworte.

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