Fr, 20. Juli 2018

"Großartig"

13.05.2012 14:51

Athen: Faschisten-Chef schwärmt von Hitler und Nazis

Inmitten der politischen Krise nach der Wahl in Griechenland hat sich der Chef der neu im Parlament vertretenen Faschisten, Nikos Michaloliakos, anerkennend über Adolf Hitler und die Nazis geäußert. "Das deutsche Volk hat Hitler verehrt, und sein Land erlebte ein großartiges Wirtschaftswachstum", sagte der Vorsitzende der Partei Chrysi Avgi (Goldene Morgenröte) am Sonntag in der griechischen Tageszeitung "Eleftheros Typos".

Kriegsverbrechen während des Zweiten Weltkriegs in Griechenland seien "von Deutschen, aber nicht von Nazis" begangen worden, zeigte er sich überzeugt. "Wir haben Hitler bekämpft, weil er uns angegriffen hat", legte Michaloliakos in der Zeitung seine Sicht der Geschichte dar. "Auch ohne Hitler waren wir in den vergangenen 67 Jahren unglücklich", behauptete er.

Erstmaliger Einzug ins Parlament
Bei der Parlamentswahl am vergangenen Sonntag hatten die Neonazis knapp sieben Prozent der Stimmen und 21 Mandate erhalten. Sie zogen damit erstmals in Griechenlands Parlament ein. Bei dem Urnengang wurde die Regierung abgestraft und die Opposition gestärkt. Wie mehrere linke Parteien lehnen auch die Neonazis den mit den internationalen Geldgebern Griechenlands vereinbarten radikalen Sparkurs des Landes ab.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.