11.05.2012 18:07 |

Giro d'Italia

Debütant Adriano Malori übernimmt Rosa Trikot

Die Außenseiter haben am Freitag beim Giro d'Italia ihren großen Auftritt gehabt. Nach Sprintsiegen der Asse Mark Cavendish (2) und Matthew Goss setzte sich auf der 6. Etappe von Urbino nach Porto Sant'Elpidio (210 km) der Kolumbianer Miguel Angel Rubiano als erfolgreicher Ausreißer durch und der Giro-Debütant Adriano Malori aus Italien übernahm als Tages-Zweiter das Rosa Trikot des Gesamt-Führenden.
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Rubiano, der für das Androni-Team fährt, hatte sich im letzten Anstieg aus der Spitzengruppe abgesetzt, die von ursprünglich 16 auf fünf Fahrer geschmolzen war. Der gute Kletterer erreichte das Ziel an der Adria mit 1:10 Minuten Vorsprung auf vier Verfolger, die sich nicht auf eine Zusammenarbeit bei der Jagd nach dem Südamerikaner einigen konnten.

Zu unterschiedlich waren ihre Interessen, denn sowohl Malori als auch der Pole Michal Golas kamen für den ersten Gesamtrang infrage. Den sicherte sich Malori im Sprint vor Golas - in der Gesamtwertung hat der Italiener aus dem Lampre-Rennstall 15 Sekunden Vorsprung auf den Polen. Der Kanadier Ryder Hesjedal, der mit dem Feld mit 1:51 Minuten Rückstand über die Linie rollte, hat als Dritter 17 Sekunden Rückstand, Rubiano ist mit 30 Sekunden Rückstand Vierter.

Rohregger bester Österreicher als 28.
Bestplatzierter der fünf Österreicher war der Tiroler Thomas Rohregger als 28. Der Vorarlberger Matthias Brändle büßte mehr als zehn Minuten ein und muss seine Hoffnungen auf eine respektable Gesamtplatzierung wohl schon früh begraben. Rohregger ist in der Gesamtwertung 29., 59 Sekunden hinter Malori.

Die Gesamtführung des Teamkollegen von Vorjahrssieger Michele Scarponi und Ex-Sieger Damiano Cunego hat aber ein frühes Ablaufdatum. Denn schon am Samstag wartet eine Bergankunft mit einem 19-km-Schlussanstieg mit rund 800 Meter Höhendifferenz nach Rocca di Cambio - und da ist Malori nicht in seinem Element. Die ihm wohl bevorstehenden Leiden im Rosa Trikot erlebte schon am Freitag der Litauer Ramunas Navardauskas, der erst lange hinter dem Hauptfeld ins Ziel kam. Ex-Weltmeister Thor Hushovd (NOR) und Sprint-Spezialist Tyler Farrar (USA) gaben auf.

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