Fr, 20. Juli 2018

"Zu realistisch"

26.04.2012 10:38

"Der Hobbit" erntet für neue Technik heftige Kritik

Regisseur Peter Jackson hat für eine erste zehnminütige Vorführung seines neuen Films "Der Hobbit", der von zahllosen "Der Herr der Ringe"-Fans sehnlichst erwartet wird, heftige Kritik geerntet. Schuld sei eine neue Aufnahmetechnik, die so realistische Bilder liefere, dass Make-up, Kostüme und Set sofort ins Auge stechen würden.

Bisher werden Kinofilme mit 24 Bildern pro Sekunde gedreht. Nicht so bei "Der Hobbit": Jackson lässt mit dem "HFR"-Verfahren (High Frame Rate) 48 Bildern pro Sekunde aufnehmen. Viele Regisseure sehen in der neuen Technik die Zukunft des Kinos, können damit doch gestochen scharfe Bilder aufgenommen werden. Zudem sollen Ruckler vermieden und bessere Seheindrücke bei 3D-Filmen produziert werden.

"Titanic"-Regisseur James Cameron erklärte den Unterschied zu bisherigen Aufnahmen so: "Wenn einen 3D-Film zu sehen so ist, als würdest du durch ein Fenster zu sehen, dann haben wir (mit der neuen Technik, Anm.) das Glas aus dem Fenster genommen und starren auf die Realität." Der Schritt wird von Kinoenthusiasten als Meilenstein beschrieben - und als wichtiger als der Boom von 3D-Kinofilmen. Der Unterschied zwischen 24 und 48 Bildern pro Sekunde sei immens.

Heftige Kritik am realistischen Look
Das entspricht allerdings nicht den Sehgewohnheiten der meisten Kinogänger, denn auf derart gestochen scharfen und realistischen Bildern fällt jede Manipulation stärker auf. So hätten die Zuschauer bei der ersten kurzen Vorführung von "Der Hobbit" etwa das Make-up deutlich erkannt, die Kleidung der Darsteller habe nicht authentisch gewirkt und auch das Filmset sei als künstlich wahrgenommen worden, berichtet die Website "SlashFilm". Auch die Bewegungen der Schauspieler hätten "merkwürdig" ausgesehen, heißt es weiter.

Erster Ausschnitt noch nicht final bearbeitet?
Durch den realistischen Look hätten die Szenen eher wie "Behind the Scenes"-Aufnahmen gewirkt als ein Kinofilm, so "SlashFilm". Allerdings sei es möglich, dass die Szenen noch in einem frühen Bearbeitungsstadium gewesen seien - in der Post-Production am PC könnte der störende Effekt noch ausgeglichen werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.