Fr, 21. September 2018

19 Tote in Vietnam

23.04.2012 17:24

Mysteriöse Hautkrankheit stellt Ärzte vor Rätsel

Die Ausbreitung einer mysteriösen Hautkrankheit in Vietnam bereitet der Weltgesundheitsbehörde WHO derzeit Sorgen. Mehr als 170 Menschen sind laut den Behörden des Landes an dem Leiden erkrankt, mindestens 19 haben es nicht überlebt. Medienberichten zufolge entwickelt jeder zehnte Erkrankte ernsthafte Leberstörungen. Besonders häufig betroffen sind laut den Ärzten Kinder unter zehn Jahren.

Die Opfer klagen über steife Gliedmaßen, an ihren Händen und Füßen bilden sich schmerzhafte Geschwüre, die aussehen wie schwere Brandverletzungen. Einem Bericht der britischen BBC zufolge seien Fälle der mysteriösen Hauterkrankung erstmals zwischen April und Dezember 2011 gemeldet worden und nach einem vorläufigen Rückgang im Frühjahr erneut ausgebrochen.

Die WHO sei über den Fall informiert, könne aber derzeit nichts über die Ursache sagen, da sie noch keine Berichte der vietnamesischen Behörden habe einsehen können, sagte der örtliche Chef der UN-Behörde, Wu Guogao, am Montag.

"Anscheinend" nicht hochansteckend
Nach Angaben der WHO scheint sich die Krankheit vor allem auf den Bezirk Ba To in der zentralvietnamesischen Provinz Quang Ngai zu konzentrieren. Um eine Ausbreitung zu stoppen, würden die verängstigten Bewohner eines Dorfes in der verarmten Gebirgsregion Infizierte daran hindern, ihre Häuser zu verlassen, hieß es in dem BBC-Bericht.

Von ähnlichen Ausbrüchen in anderen Gegenden habe er noch nichts gehört, sagte der lokale WHO-Vertreter. Auch scheine die Krankheit nicht hochansteckend zu sein. Noch habe die Regierung in Hanoi keine Hilfe angefordert.

Ausländische Experten sollen helfen
Die Ärzte sind ratlos. Das Gesundheitsministerium habe eine Untersuchung eingeleitet, die Ergebnisse stünden aber noch aus, sagte die Leiterin des Gesundheitszentrums von Ba To, Dang Thi Phuong. "Deshalb wissen wir derzeit noch nicht viel über diese Krankheit", sagte sie. Ihr zufolge will das Gesundheitsministerium schon bald ausländische Experten in die Region holen, um mehr über die Erkrankung und die richtige Behandlung herauszufinden.

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