Do, 16. August 2018

Google, Apple & Co.

20.04.2012 08:58

Verdacht auf Abwerbestopp: IT-Riesen vor Gericht

Wegen des Verdachts illegaler Absprachen bei der Personalsuche müssen sich führende High-Tech-Unternehmen wie Apple, Google und Intel in den USA vor Gericht verantworten. Insgesamt sieben Unternehmen aus Kalifornien sollen sich der Klage zufolge darauf verständigt haben, gegenseitig keine Mitarbeiter abzuwerben. Die zuständige Richterin in San Jose wies am späten Mittwochabend (Ortszeit) den Antrag der Firmen auf Einstellung des Verfahrens zurück.

Der Verdacht liege nahe, dass die Vereinbarungen auf höchster Ebene des Unternehmens ausgehandelt und umgesetzt wurden, begründete die Richterin die Ablehnung der Verfahrenseinstellung. Geklagt hatten fünf Computeringenieure, die ihre Möglichkeiten zum Jobwechsel und zur Gehaltssteigerung beeinträchtigt sahen. Einer ihrer Anwälte begrüßte die Entscheidung der Richterin als wichtigen Schritt in die richtige Richtung. Rechtsvertreter der Angeklagten waren zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Bereits 2010 war eine ähnliche Klage des US-Justizministeriums mit einem Vergleich zu Ende gegangen. Damals hatten die Unternehmen zugesichert, den Wettbewerb um Mitarbeiter nicht zu beschränken. Ein Fehlverhalten räumten sie nicht ein. Bei dem Verfahren war unter anderem eine E-Mail des inzwischen verstorbenen Apple-Gründers Steve Jobs bekannt geworden, in der er Google aufforderte, das Abwerben eines Apple-Ingenieurs einzustellen.

Neben Apple, Google und Intel müssen sich auch die beiden Softwarekonzerne Adobe und Intuit, das zu Walt Disney gehörende Animationsstudio Pixar sowie Lucasfilm vor Gericht verantworten.

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