Mi, 15. August 2018

Internet-Abzocke

19.04.2012 14:13

Web-Ombudsmann: Beschwerden immer komplexer

Waren in den letzten Jahren vor allem Abzock-Versuche durch vermeintliche Gratis-Angebote für einen Großteil der Online-Probleme von österreichischen Konsumenten verantwortlich, so häufen sich derzeit Anfragen rund um Online-Dienstleistungen, Datenschutz, Urheberrechte sowie verschiedenste Formen von Internetbetrug bei der Streitschlichtungsstelle des Internet-Ombudsmanns. Die Beschwerden würden dabei immer komplexer, wie Projektleiter Bernhard Jungwirth am Donnerstag anlässlich der Veröffentlichung des Jahresberichts in Wien mitteilte.

2011 wurden beim Internet-Ombudsmann Schäden in Höhe von fast 880.000 Euro gemeldet, rund 84 Prozent der Fälle konnten "durch Schlichtung, Vermittlung und Beratung" erfolgreich bearbeitet werden, zeigte sich Jungwirth zufrieden. Die durchschnittliche Schadenshöhe lag bei rund 185 Euro, durch die Arbeit des Ombudsmanns konnten insgesamt 740.000 Euro zugunsten der Verbraucher "eingespart" werden.

Mit rund 40 Prozent stehen vermeintliche "Gratis"-Angebote noch immer an der Spitze der Beschwerden-Hitliste. Streitigkeiten beim Rücktritt von Verträgen oder der Beendigung von Abos stehen an zweiter Stelle.

Für 2012 erwartet Jungwirth einen Anstieg der Beschwerden rund um Kostenfallen bei Gratis-Apps und Datenschutz. Auch Urheberrechtsverletzungen würden immer wichtiger. In diesem Zusammenhang warnte er vor "Fake-Abmahnungen", die derzeit im Umlauf seien.

Mit den Worten "erst lesen, dann kaufen" forderte er die Konsumenten dazu auf, sich zu informieren und fügte hinzu: "Wenn es Probleme gibt, dann lassen Sie sich beraten!" Neben dem Ombudsmann könne man sich etwa an den Verein für Konsumenteninformation oder die Arbeiterkammer wenden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.