Do, 13. Dezember 2018

Bestell-Affäre

28.03.2012 17:52

Länderchefs stellen klar: "Keiner will neue Dienstautos"

Die Affäre um die Bestellung von 105 BMW 740xd für Kanzler, Minister und Landeshauptleute wird noch grotesker: Die Länderchefs beteuern, dass sie gar keine neuen 306-PS-Dienstautos möchten – und diese auch nie angefordert hätten. Fast alle zeigen fahrtechnisch mehr Bescheidenheit, wie ein Rundruf der "Krone" belegt.

"Das wäre ja verrückt: Ich könnte doch nicht jetzt mit einem nagelneuen 7er BMW auf einem Dorfplatz aufkreuzen", meinte etwa ein Landeshauptmann "ganz inoffiziell" zu dem aktuellen Dienstwagen-Thema – er will seinen Namen nicht bei dem Zitat sehen, weil "da gibt's sonst wieder Ärger mit Wien".

Drei Länderchefs mit Oberklasse-Autos
Generell zeigt die Rücksprache bei den Landeshauptleuten: Sechs Landeschefs fahren Dienstwagen der oberen Mittelklasse, also 5er BMW oder Audi A6. Und es werden nur drei Fahrzeuge der Oberklasse verwendet: in Tirol von Günther Platter, im Burgenland von Hans Niessl, und in Wien nutzt Bürgermeister Michael Häupl einen laut Pressesprecher "bereits überaus betagten Audi A8".

Bundesregierung beharrt auf Millionen-Deal
Fazit: Keiner der Landeshauptleute möchte im Jahr des Sparpakets einen neuen 7er BMW um 76.000 Euro anfordern. Und trotzdem will die Bundesregierung den umstrittenen Dienstwagen-Deal im Wert von acht Millionen Euro weiterhin nicht stoppen.

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