Do, 13. Dezember 2018

"Wir stürzen alle ab"

28.03.2012 07:51

US-Pilot dreht durch - von Passagieren überwältigt

Ein offensichtlich verwirrter Pilot hat am Dienstag auf einem Inlandsflug in den USA für Aufregung gesorgt. Vollkommen nervös lief der 49-Jährige im Gang auf und ab und sprach von Bomben und Terrorismus. Fluggäste konnten den Mann überwältigen. Die Staatsanwaltschaft klagte den Flugkapitän wegen der Störung der Besatzung an, teilte das US-Justizministerium mit.

Wie unter anderem die Zeitungen "Amarillo Globe-News" und "New York Daily News" berichteten, war die Maschine bereits seit zwei Stunden auf dem Weg von New York nach Las Vegas, als der Pilot im Cockpit anscheinend eine Art Zusammenbruch erlitt. Als er auf die Bordtoilette gegangen sei, habe der Copilot die Tür verriegelt und den Mann nicht wieder hineingelassen, hieß es unter Berufung auf Augenzeugen.

"Irak, Al-Kaida, wir stürzen alle ab"
Daraufhin habe der Pilot zuerst die Tür mit seinen Fäusten bearbeitet und sei dann den Flugzeuggang hinauf- und heruntergerannt. Dabei habe er "Irak, Al-Kaida, wir stürzen alle ab" gesagt, wurde ein Passagier zitiert.

Wie es weiter hieß, rief ein Flugbegleiter über die Sprechanlage dazu auf, den Mann zu überwältigen - was dann auch prompt geschehen sei. Ein ehemaliger Gefängniswärter und weitere Fluggäste hätten den Mann am Boden festgehalten.

Die Maschine wurde nach Texas umgeleitet. Ein dienstfreier JetBlue-Pilot, der sich zufällig an Bord befand, habe zusammen mit dem Copiloten die Maschine sicher in Amarillo gelandet. Die Passagiere mussten den ungewollten Zwischenstopp in Kauf nehmen.

Hohe Strafe für Kapitän möglich
Der Flugkapitän wurde in ein Krankenhaus gebracht. Laut den Justizbehörden drohen ihm für die Störung der Besatzung eine maximale Gefängnisstrafe von 20 Jahren sowie 250.000 Dollar (187.650 Euro) Bußgeld.

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