Mi, 24. Oktober 2018

Ostern kann kommen

27.03.2012 15:12

Bauern beruhigen: Es sind reichlich Ostereier verfügbar

Ostern kann kommen, denn die heimischen Eierproduzenten geben Entwarnung: Trotz Engpässen am europäischen Eiermarkt aufgrund des mit Jahresbeginn wirksam gewordenen Käfighaltungsverbots sei die Versorgung in Österreich gesichert. "Für den Lebensmittelhandel stehen reichlich Eier zur Verfügung", beruhigte Benjamin Guggenberger, Geschäftsführer der Österreichischen Frischeier Erzeugergemeinschaft, am Dienstag.

Die Eierpreise im heimischen Lebensmittelhandel sind laut EZG Frischei in den vergangenen zwei Jahren stabil geblieben. Die Preise für kurzfristig verfügbare "Industrie-Eier" seien hingegen am Markt von 40 Cent pro Kilogramm im vergangenen Sommer auf 1,5 bis 2 Euro in die Höhe geschossen, erklärte Guggenberger. Wegen stark gestiegenen Futtermittelkosten, unter anderem wegen der gentechnikfreien Fütterung, werden auch die Eierpreise im Supermarkt "langfristig steigen", erwartet der EZG-Geschäftsführer.

50 Millionen Hennen leben in verbotenen Käfigen
Seit Anfang 2012 ist die konventionelle Käfighaltung bei Legehennen in der EU verboten. Dennoch haben 13 EU-Staaten, darunter große Eierproduzenten wie Spanien, Italien und Polen noch nicht umgestellt. Damit werden noch 50 Millionen von 350 Millionen Legehennen in den verbotenen Käfigen gehalten.

Die EU-Kommission hat den säumigen Ländern bereits mit Vertragsverletzungsverfahren gedroht. Und: Die illegal produzierten Eier dürfen nun nicht mehr grenzüberschreitend gehandelt werden. Deswegen stiegen in einigen Ländern, etwa in Tschechien, auch die Eierpreise für die Konsumenten bereits deutlich. Tschechische Verbraucher deckten sich daraufhin mit deutlich billigeren Eiern in Deutschland ein.

In Österreich wurde die konventionelle Käfighaltung bereits 2009 verboten - und die Eierproduzenten investierten rund 100 Millionen Euro in die Umstellung. Die 5,8 Millionen heimischen Hennen legen jährlich rund 1,5 Milliarden Eier. "Rund 70 Millionen Eier werden in der Osterzeit konsumiert, 50 Millionen davon werden bereits gekocht und gefärbt gekauft", so AMA-Marketing-Geschäftsführer Stephan Mikinovic.

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.