Mi, 23. Jänner 2019

Fliegen und plappern

23.03.2012 12:37

So fühlen sich Papageien im neuen Zuhause wohl

Papageien leben in der Natur immer in Schwärmen zusammen und haben daher eine ausgeprägte Lautsprache. Was sich für unsere Ohren zunächst wie Kreischen anhört, entpuppt sich beim näheren Hinhören als differenzierte Laute mit Bedeutungen für die Artgenossen. Damit sich das mitteilungsbedürftige Tier im neuen Zuhause wohlfühlt, gilt es, die Bedürfnisse des Vogels kennen.

Die ersten zwei bis drei Wochen nach der Anschaffung sollte man Papageien und Großsittiche in Ruhe lassen, damit sie sich an die neue Umgebung gewöhnen können. Wie lange das dauert, hängt von Temperament und Zutraulichkeit der Tiere ab. Mit etwas Geduld und Leckerbissen lassen sich die meisten Vögel sehr bald als Freund gewinnen.

Ganz wichtig ist der tägliche Freiflug. Dieser hält nicht nur fit, er stärkt auch die Muskulatur. Die Ausflüge finden am besten immer unter menschlicher Aufsicht statt, damit man im Notfall eingreifen und Unfälle vermeiden kann. Alle potentiellen Gefahrenquellen vorher beseitigen! Die meisten Krummschnäbel sind begeistert, wenn man ihnen einen Kletterbaum zur Verfügung stellt.

Der Fachhandel bietet auch allerhand Spielzeug an, womit sie sich in der Regel gerne beschäftigen. Das Nachahmen von Geräuschen und der menschlichen Sprache entspricht ebenfalls ihrem Beschäftigungsbedürfnis.

Zu den sprachbegabtesten Papageienarten zählen z.B. Grau- und Mohrenkopfpapagei, Blaustirn- und Gelbnackenamazone, verschiedene Aras und Kakadus. Oftmals ist das Sprechtalent auch unterschiedlich ausgeprägt und hängt von der Geduld und Fähigkeit des menschlichen Lehrers ab.

Wer sich viel und intensiv mit Papageien und Großsittichen beschäftigt, lernt schnell, ihre verschiedenen Laute und ebenso die Körpersprache zu deuten. Mit "Kreischen" wollen Papageien meist auf sich aufmerksam machen. Es bedeutet, dass sie Angst haben, beschäftigt sein möchten oder um Futter betteln.

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