Metaller-Verhandlungen

Gewerkschaften stemmen sich gegen Reallohnverlust

Nachrichten
31.10.2023 14:36

Am Donnerstag werden die Verhandlungen für den Kollektivvertrag in der Metalltechnischen Industrie in die vierte Runde gehen. Bei dem letzten Treffen der Sozialpartner vor anderthalb Wochen war die Atmosphäre so angespannt, dass die Gespräche nach nur wenigen Stunden unterbrochen wurden. 

Für die bevorstehende Verhandlungsrunde haben die Chefunterhändler der Gewerkschaften, Reinhold Binder von der PRO-GE und Karl Dürtscher von der GPA, heute bereits deutlich gemacht: „Wir werden einer Reduzierung der Reallohnkomponente nicht zustimmen.“

Rekordbeteiligung bei Betriebsversammlungen
„Kommt es am 2. November zu keiner Einigung, werden die Betriebsversammlungen ab 6. November wieder aufgenommen und gewerkschaftliche Kampfmaßnahmen eingeleitet.“ Binder und Dürtscher sehen eine breite Unterstützung durch die Beschäftigten in der gesamten Metallindustrie. Bei den vorige Woche stattgefundenen 466 Betriebsversammlungen habe es eine Rekordbeteiligung gegeben.

„Unmut über Arbeitgeber groß“
Eines ist für Binder und Dürtscher sicher: Die Verantwortung für drohende Streiks würden die Arbeitgeber tragen. „Die Beteiligung ist riesig, der Zuspruch für die Gewerkschaften gewaltig, der Unmut über das respektlose Angebot der Arbeitgeber groß.“ Basis der Verhandlungen sei weiterhin eine Jahresinflation von 9,6 Prozent und die Gewerkschaftsforderung nach 11,6 Prozent mehr Lohn und Gehalt.

Die Arbeitgeber bieten eine Erhöhung von 2,5 Prozent und einen Einmalbetrag von 1050 Euro an. „Die Realität ist: Wir können uns einen zu hohen Abschluss nicht leisten“, so Christian Knill, Obmann des Fachverbandes der Metalltechnischen Industrie (FMTI). „In etlichen Unternehmen“ würden „Berechnungen angestellt, wie viele Arbeitsplätze aufgrund der Gewerkschaftsforderungen gefährdet sind“.

„Mit die Einmalzahlungen können‘s schei**en gehen“
Die Gewerkschaften wiederum haben mehrfach verkündet, dass für sie Einmalzahlungen nur das „Schnittlauch am Butterbrot“ sind. Zuletzt wurde PRO-GE-Chef Binder vor Arbeitnehmern noch deutlicher: „Mit die Einmalzahlungen können‘s schei**en gehen.“

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