Sa, 23. Juni 2018

Anstieg um 24%

19.03.2012 08:20

SIPRI-Bericht: Waffenhandel boomt weltweit

Der weltweite Handel mit Waffen boomt weiter. In den vergangenen fünf Jahren erhöhte sich das Volumen der Rüstungsgeschäfte rund um den Globus im Vergleich zum Zeitraum 2002 bis 2006 um 24 Prozent. Die fünf größten Waffenimporteure seien in Asien ansässig, hieß es in einem in der Nacht auf Montag veröffentlichten Bericht des in Stockholm ansässigen Friedensforschungsinstituts SIPRI. Die größten Waffenexporteure sind demnach weiterhin die USA und Russland.

Im Untersuchungszeitraum von 2007 bis 2011 wurden dem Bericht zufolge 44 Prozent der weltweiten Waffenimporte in Asien und Ozeanien registriert. Weit abgeschlagen folgten Europa mit 19 Prozent, der Mittlere Osten mit 17 Prozent, Amerika mit elf Prozent und Afrika mit neun Prozent.

Indien war laut SIPRI im Zeitraum 2007 bis 2011 der größte Waffenimporteur der Welt - mit einem Anteil von zehn Prozent. Hintergrund seien die Feindschaft zum Nachbarland Pakistan sowie interne Konflikte und der Kampf gegen den Terrorismus. Die anderen vier wichtigsten Rüstungsimporteure kommen ebenfalls aus Asien: Südkorea, Pakistan, China und Singapur.

Griechenland kaufte weniger Waffen
Die Waffenimporte Griechenlands sind indes um 18 Prozent zurückgegangen. Das krisengebeutelte Land war laut SIPRI zehntgrößter Waffenimporteur im Zeitraum 2007 bis 2011, davor (2002 bis 2006) sei Griechenland noch an vierter Stelle gelegen. Im Jahr 2011 habe Griechenland keinen neuen Auftrag für herkömmliche Waffen erteilt.

Waffenexport in China um 95% gestiegen
Auffällig sei der Aufstieg Chinas als Waffenexporteur, sagte SIPRI-Experte Mark Bromley. Zwischen 2002 bis 2006 und 2007 bis 2011 stieg das Volumen der chinesischen Waffenexporte um 95 Prozent. Vor allem Pakistan habe chinesische Rüstungsgüter wie Schiffe und Kampfflugzeuge gekauft.

Mit 30 Prozent werden die meisten Waffen aus den USA exportiert, die Ausfuhren aus Russland liegen bei 24 Prozent. Auf Platz drei folge Deutschland mit neun Prozent. Frankreich und Großbritannien liefern acht bzw. vier Prozent aller Waffen.

Waffenimport-Boom in Syrien
Mit einem Anstieg um 580 Prozent steigerte vor allem Syrien die Waffenimporte seit dem Jahr 2002 deutlich, auch in Venezuela war seither ein Anstieg von 555 Prozent zu beobachten. SIPRI zufolge hatte der Arabische Frühling indes nur eine geringe Auswirkung auf den internationalen Waffenhandel.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.