Do, 13. Dezember 2018

Nach Aids-Affront

08.03.2012 12:23

Gery Keszler erteilt Richard Lugner "Life Ball"-Verbot

"Life Ball"-Organisator Gery Keslzer will Richard Lugner nach dessen Aussagen über Aids und Homosexualität nicht mehr auf seinem Fest sehen. Der Baumeister hatte den glamourösen Ball in den vergangenen Jahren immer wieder einmal beehrt, wie zum Beispiel 2003 mit seiner damaligen Ehefrau Christina (Bild 2).

"Im Sinne der Sache bitten wir Sie, den 'Life Ball' künftig nicht mehr zu besuchen. Ihre Anwesenheit bei einer Aids-Charity wäre ein Affront gegenüber all jenen, die sich schon seit Jahrzehnten im Kampf gegen HIV/Aids und Stigmatisierung engagieren, sich für Prävention und Aufklärung einsetzen und für mehr Toleranz gegenüber Betroffenen stark machen", so der Organisator in einem offenem Brief, der krone.at vorliegt.

Stein des Anstoßes ist ein Interview des Baumeisters in der ORF-Sendung "Chili", in dem er sagte: "Veganer wird aus mir nicht, auch kein Homosexueller. Das sind so gewisse Dinge, wo ich sage: Das überlasse ich anderen, diese Späße. Ich habe jetzt unlängst ein Buch gelesen, also ein Kapitel über Homosexualität, und da habe ich gelesen, wie gefährlich das ist und was da alles für Gefahren schlummern. Deswegen wird man eben aidskrank."

Keszler brachte daraufhin in dem offenen Brief "persönlich und im Namen von 'Aids Life' mein Unverständnis, offen gesprochen, mein schieres Entsetzen zum Ausdruck". "In Ihrem Sinne kann diese Aussage nur als Zeichen schleichender Demenz interpretiert werden, denn als wiederholter Besucher des 'Life Ball' und Medienkonsument sollten Sie mit den tatsächlichen Fakten der Aids-Problematik besser vertraut sein", so der "Life Ball"-Organisator.

Lugner zeigte sich wenig beeindruckt vom Ball-Verbot. "Ich war die letzten Jahre auch nicht, da hat es immer geregnet", so der Baumeister. Die Demenz wollte er aber nicht auf sich sitzen lassen - Keszler solle besser vor seiner eigenen Türe kehren.

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