Mi, 15. August 2018

Horrorbilanz

05.03.2012 11:10

Salzburger Bullen heuer so schlecht wie noch nie

Chaos auf dem Spielfeld, Blamagen am laufenden Band und nun auch noch die überaus peinliche 0:1-Heimniederlage gegen Mattersburg: Die Millionen-Truppe von Red Bull Salzburg ist auf dem vorläufigen Tiefpunkt angekommen, denn nach 22 absolvierten Spielen haben die Bullen nur 34 Zähler auf dem Konto - so wenige wie noch nie in der Dietrich-Mateschitz-Ära!

Die Mannschaft von Trainer Ricardo Moniz holte in der laufenden Saison erst neun Siege. Zum Vergleich: In der bisher letzten Meistersaison 2009/10 hatte man unter Huub Stevens nach 22 Runden 48 Zähler auf der Habenseite, das sind 14 mehr als in dieser Spielzeit.

Von der einstigen Heimstärke ist ohnehin nichts mehr übrig, denn von zwölf Partien in der Mozartstadt konnten nur fünf gewonnen werden! Selbst die eigene Arena ist keine Festung mehr, setzte es nach dem 0:4-Debakel in der Europa League gegen Metalist Charkiw und einem 0:0 gegen Meister Sturm Graz doch nun auch in der Liga die erste Heimniederlage der Saison.

Moniz will Charakter zeigen
Die angespannte Situation ist auch für Moniz nicht wegzuleugnen. "Der Gegenwind war schon vor Weihnachten da", erinnerte der 47-Jährige, der vor Salzburg noch nie längerfristig als Cheftrainer gearbeitet hatte. Von Mitte September bis Ende November war sein Team in der Liga sieben Spiele ohne Sieg. "Auch da habe ich es gedreht. Ich bleibe immer stehen", versicherte Moniz. "In schlechten Zeiten muss man Charakter zeigen. Ich laufe nicht weg." Konsequenzen werden ihm vorerst erspart bleiben, denn solange der Niederländer die Rückendeckung von Bullen-Boss Dietrich Mateschitz hat, hat er freie Hand.

Erst zwei Treffer nach der Winterpause
Nach dem Nachtragsspiel am Mittwoch gegen Innsbruck geht Salzburg am kommenden Samstag als Jäger in den Schlager gegen Tabellenführer Rapid - eines Jägers, der in fünf Pflichtspielen seit der Winterpause erst zwei Tore erzielt hat. Neuzugang Jonathan Soriano blieb bisher weitgehend wirkungslos - auch weil der Stürmer zuletzt von Moniz in einer ungewohnten Rolle im offensiven Mittelfeld aufgeboten worden ist.

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