"Wie ein Binnenmeer"
Tausende Australier von der Außenwelt abgeschnitten
Am schlimmsten traf es die Kleinstadt Moree im Bundesstaat New South Wales, wo derzeit rund 10.000 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten sind. Nach heftigen Regenfällen traten Flüsse über die Ufer und setzten mehrere Straßen unter Wasser. "Einige Straßen sehen aus wie die Kanäle Venedigs", sagte O'Farrell.
Rettungskräfte mussten Flutopfer von den Dächern ihrer Häuser oder ihrer Autos retten. Das Militär versorgte die Menschen aus der Luft mit Lebensmittelpaketen. Bewohner schützten indessen ihre Häuser mit Sandsäcken vor den Fluten der beiden Flüsse Mehi und Gwydir, deren Pegelstände so hoch waren wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Moree ist rund 640 Kilometer von der Regionalhauptstadt Sydney entfernt und lebt vor allem vom Baumwolle-Anbau.
Queensland-Regionen zum Katastrophengebiet erklärt
In Queensland wurden die am schlimmsten betroffenen Regionen zum Katastrophengebiet erklärt, um rascher Hilfe mobilisieren zu können. Die Stadt Roma war am Freitag von den Fluten eingeschlossen, in Mitchell im Zentrum des Bundesstaats wurde ein Aufnahmelager überflutet, in aller Schnelle mussten die Behörden für 300 Menschen eine neue Unterkunft finden.
Die Regierungschefin von Queensland, Anna Bligh, warnte, der Pegel des Flusses Maranoa könnte auf zehn Meter ansteigen. Nach ihren Angaben musste auch das Krankenhaus von Mitchell evakuiert werden.
Letzte Flut forderte Dutzende Menschenleben
Vor rund einem Jahr war der Nordosten Australiens bereits von schweren Überschwemmungen heimgesucht worden. Dabei wurden Zehntausende Häuser überflutet (siehe Infobox). Dutzende Menschen wurden getötet, riesige Flächen Ackerland vernichtet. Anschließend fegte auch noch der Sturm "Yasi" über das Land und richtete weitere große Schäden an.







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