23.05.2005 14:14 |

Was Babys wollen

Forscher entwickeln Baby-Übersetzer

Wenn’s das nur für Mann und Frau gebe: Japanische Forscher haben ein Gerät entwickelt, dass Müttern ihre schwere Aufgabe wesentlich leichter machen soll: Es übersetzt Babygeschrei und -gebrabbel in Worte.

Das Gerät orientiert sich dabei an einen bereits existierenden Übersetzungs-Apparat für Hunde. Das Wissenschaftler-Team rund um den Neurobiologie-Professor Kazuyuki Shinohara untersuchte das Verhalten von Müttern und ihren Babys - analysiert werde dabei die Schreie der Kinder, ihr Mienenspiel und die Veränderung ihrer Körpertemperatur.

Parameter für die Übersetzung durch das Gerät sind unter anderem etwa der Abstand zwischen Augenbrauen und Nasenspitze oder auch die Frequenz des Geschreis. Anhand derer wird der Wunsch des Babys ermittelt und in Worte gefasst.

Mütter mit Erziehung überfordert
Shinohara begründet das Projekt damit, dass viele junge Mütter mit der Erziehung ihrer Kinder überfordert seien und auf Grund immer schwächer werdender sozialer Bande auch immer öfter allein mit der Erziehung ihrer Kinder fertig werden müssten. Kritiker hingegen befürchten ein völlig vertechnisiertes Mutter-Kind-Verhältnis, in dem ohne technische Hilfsmittel nicht mehr miteinander kommuniziert werden kann. Ein Psychologe meinte: „Bei mir würden die Alarmglocken schrillen, wenn Eltern ihre Kinder nur noch über Maschinen verstehen würden.“

Ein Prototyp des Baby-Übersetzers soll im Sommer fertig sein - die Markteinführung ist dann für das kommende Frühjahr geplant.

Foto: Symbolbild